US-Schluss: Rekordserie zunächst beendet

Boerse

New York – Am Mittwoch war an den US-Aktienmärkten für Anleger nichts zu holen. Sämtliche Leitindizes, die seit der Vorwoche nahezu täglich Rekordhochs markiert hatten, schlossen im Minus. Der Dow Jones Industrial verlor letztlich 0,42 Prozent auf 27 219,85 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 fiel um 0,65 Prozent auf 2984,42 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 büsste 0,48 Prozent auf 7888,76 Punkte ein.

Nur leicht negativ wirkte sich der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed („Beige Book“) auf die Kurse aus. Die Dynamik der US-Wirtschaft hat sich der Fed zufolge zuletzt wenig verändert. Insgesamt sei die Wirtschaft im Zeitraum von Mitte Mai bis Anfang Juli mit einem „gemässigtem“ Tempo gewachsen, hiess es. Die Industrieproduktion sei weitgehend stabil geblieben, die Einzelhandelsumsätze hätten insgesamt etwas zugelegt. Die Nachfrage nach Krediten sei auf breiter Basis gestiegen. Die Beschäftigung sei modert gewachsen, aber etwas schwächer als zuletzt. Der Geschäftsausblick bleibe „insgesamt positiv“, hiess es in dem Bericht.

Zuvor hatten aktuelle Konjunkturdaten für einen leichten Dämpfer gesorgt. So hatte sich der US-Häusermarkt im Juni schlechter als erwartet entwickelt. Die Baubeginne und Baugenehmigungen waren gesunken, letztere deutlich stärker als prognostiziert.

Die Erwartungen der Anleger an die gerade angelaufene Berichtssaison der US-Unternehmen sind dem Marktanalysten Craig Erlam vom Handelshaus Oanda zufolge immer noch recht niedrig. Die Gewinne dürften wohl insgesamt zurückgehen. Dem Experten zufolge könnte dies aber die US-Notenbank Fed veranlassen, die Geldpolitik etwas stärker zu lockern, was wiederum den Börsen Rückenwind verleihen würde. Im weiteren Handelsverlauf könnte der Konjunkturbericht der Fed weiteren Aufschluss darüber liefern, wie stark die Leitzinsen in Zukunft sinken dürften.

Auf Unternehmensebene präsentierte mit der Bank of America ein weiteres Finanzhaus frische Quartalszahlen. Das Institut hatte vom starken Kreditwachstum angesichts der boomenden US-Wirtschaft profitiert. Die Einnahmen blieben aber insgesamt leicht unter den Erwartungen der Finanzanalysten. Die Aktien gewannen 0,69 Prozent.

Die Papiere von United Airlines rückten um 0,9 Prozent vor. Dank einer kräftigen Nachfrage im Heimatland hatte die Fluggesellschaft höhere Kosten durch den erzwungenen Ausfall der Boeing-Maschinen des Typs 737 Max mehr als kompensiert. Der Gewinn zog zudem stärker an als erwartet.

Auch der Pharmakonzern Abbott Laboratories überraschte beim Ertrag positiv. Zudem blickt das Unternehmen nun zuversichtlicher in die Zukunft. Die Papiere stiegen um mehr als 3 Prozent.

Die Anteilscheine von Ebay fielen dagegen um 2,2 Prozent, nachdem sie im frühen Handel noch um knapp 3 Prozent gestiegen waren. Laut dem TV-Sender „CNBC“ steht das Verkaufsportal vor einer Veräusserung des Ticket-Vermarkters StubHub. Wie „CNBC“ unter Berufung auf Kreise meldete, gibt es viele Interessenten für das Unternehmen.

Der Eurokurs hielt sich im US-Handel über der Marke von 1,12 US-Dollar. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1223 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1215 (Dienstag: 1,1223) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8917 (0,8910) Euro gekostet. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gewannen 15/32 Punkte auf 102 28/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,05 Prozent. (awp/mc/pg)

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