US-Eröffnung: Dow steigt weiter – Netflix und Tesla drücken Nasdaq

US-Eröffnung: Dow steigt weiter – Netflix und Tesla drücken Nasdaq
(Adobe Stock)

New York – Solide Quartalsberichte und Ausblicke mehrerer Unternehmen im Dow Jones Industrial haben am Donnerstag die bereits achttägige Rally des bekanntesten Wall-Street-Index weiter vorangetrieben. Im frühen Handel erreichte der Dow ein weiteres 15-Monats-Hoch und legte zuletzt um 0,66 Prozent auf 35’292,12 Punkte zu.

Anders sah es an der technologielastigen Börse Nasdaq aus, wo vor allem zwei besonders schwer gewichtete Unternehmen die Anleger enttäuschten. Der Auswahl-Index Nasdaq 100 gab um 1,46 Prozent auf 15’595,64 Zähler nach. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,50 Prozent auf 4542,77 Zähler.

Die Papiere von Johnson & Johnson (J&J), IBM und Travelers führten den Dow an. Der Pharma- und Konsumgüterkonzern J&J hob nach einem unerwartet starken zweiten Quartal ein weiteres Mal seine Prognose für das Jahr an. Zwischen April und Juni hatte der Konzern vor allem von einem starken Medizintechnikgeschäft profitiert. Die Aktie gewann als Spitzenreiter im US-Leitindex 5,4 Prozent.

Ihr folgte nach einem seit Mitte Juni überwiegend schwächeren Kursverlauf das Travelers-Papier. Es legte um 2,8 Prozent zu, obwohl der Versicherer im zweiten Quartal von Katastrophenschäden in die roten Zahlen gerissen wurde. Am Markt allerdings hiess es, dass die Erwartungen an das Zahlenwerk dennoch erfüllt wurden.

Für den Anteilschein des IT-Urgesteins IBM ging es um 2,6 Prozent nach oben. Der Computer- und Softwarekonzern habe ordentlich abgeschnitten und die Jahresziele bestätigt, äusserte sich JPMorgan-Analyst Brian Essex zufrieden.

Bei Tesla verdarben erneut Sorgen um die Ertragskraft den Anlegern die gute Laune. Die Aktien des Elektroautobauers büssten im Nasdaq-Auswahlindex 6,8 Prozent ein. Angesichts eines diesjährigen Spitzenanstiegs um mehr als 140 Prozent bis nah an die 300-Dollar-Marke werden die Anleger neuerdings skeptischer, was weitere Kursgewinne angeht. Firmenchef Elon Musk betonte die Bereitschaft zu weiteren Preisnachlässen, sofern sich das konjunkturelle Umfeld in Zeiten steigender Zinsen weiter eintrübe.

Noch etwas düsterer sah es mit minus 8,5 Prozent für die Netflix-Aktie aus. Eine enttäuschende Umsatzentwicklung wurde dafür verantwortlich gemacht. Das Vorgehen gegen das Teilen von Passwörtern habe sich noch nicht so positiv ausgewirkt wie erhofft, urteilte JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth.

Am breiten Markt ging es für die Aktie von United Airlines um 1,2 Prozent nach oben. Die Fluggesellschaft hob das untere Ende ihrer diesjährigen Gewinn-Zielspanne an und begründete dies vor allem mit der Nachfrage auf Übersee-Strecken.

Auch von American Airlines gab es Zahlen, hier ging es allerdings um 6,6 Prozent abwärts. Der Enthusiasmus über einen Boom im Fluggeschäft wurde ausgebremst, denn das Management von American Airlines rechnet für das dritte Quartal nur mit einem Gewinn auf Höhe der Markterwartungen. (awp/mc/ps)

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