US-Schluss: Dow beendet Gewinnserie – Rekordhoch im Verlauf

US-Schluss: Dow beendet Gewinnserie – Rekordhoch im Verlauf

New York – Die US-Standardindizes haben am Donnerstag ihre viertägige Gewinnserie beendet. Der Dow Jones Industrial und der S&P 500 hatten zwar zu Handelsbeginn Rekordhochs erreicht, büssten aber ihre Gewinne im Handelsverlauf wieder ein. Die Anleger seien zwar weiterhin positiv gestimmt, sagte ein Marktstratege. Vor den wichtigen Arbeitsmarktdaten am Freitag jedoch hielten sie sich mit stärkeren Engagements zurück. Zudem drückten enttäuschende Konjunkturdaten etwas auf die Stimmung.

Der Dow schloss prozentual unverändert bei 16 572,55 Punkten. Zuvor hatte er bei 16 604,15 Punkten seinen Höchststand erreicht. Der S&P 500 fiel um 0,11 Prozent auf 1888,77 Punkte, nachdem er seine Bestmarke bei 1893,80 Punkten gesetzt hatte. Der technologielastige Nasdaq 100 büsste 0,78 Prozent auf 3637,58 Punkte ein.

In der vergangenen Woche waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stark gestiegen. Und bereits am Mittwoch hatte der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) über einen schwächer als erwartet ausgefallenen Beschäftigungsanstieg im Privatsektor im März berichtet. Zudem hatte sich die Stimmung im US-Dienstleistungssektor etwas weniger aufgehellt als erwartet.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten gab es am Donnerstag wie schon an den vergangenen Tagen kaum. Die Papiere der Kreditkartenanbieter Mastercard und Visa zeigten sich wenig beeindruckt von der Meldung, dass in Europa die Gebühren für den Einsatz von Kredit- und EC-Karten sinken sollen: Mastercard gaben um 0,23 Prozent nach, während Visa um 0,16 Prozent stiegen.

Bei Monsanto konnten sich die Aktionäre dank einer positiven Studie über ein Kursplus von mehr als zwei Prozent freuen. Die US-Bank JPMorgan hatte die Aktie des Agrarkonzerns von „Neutral“ auf „Overweight“ hochgestuft und das Kursziel von 115 auf 125 US-Dollar angehoben. Er sehe eine Reihe von Möglichkeiten zur Wertsteigerung wie etwa einen höheren Einsatz von Fremdkapital und eine Aufspaltung des Unternehmens, schrieb Analyst Jeffrey Zekauskas. Auch die Geschäftsbedingungen sähen nun etwas besser aus als noch vor drei Monaten.

Nach den deutlichen Kursgewinnen bei den Google-Titeln im vergangenen Jahr gab es nun einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 2. Dadurch werden die Papiere optisch billiger, was sie in den Augen der Anleger attraktiv machen könnte. Für eine alte A-Aktie erhielten Anleger eine C-Aktie, die kein Stimmrecht enthält und das alte Google-Kürzel übernimmt. Die A-Aktie hat jetzt das Kürzel . Sie schloss bei 572,89 Dollar und die C-Aktie kostete 571,50 Dollar.

Der Aktienspilt zementiert den Einfluss der Unternehmensgründer Sergey Brin und Larry Page, die die neuen C-Aktien nun zum Beispiel zur Vergütung der Mitarbeiter oder für Übernahmen einsetzen können, ohne Stimmrechte zu verlieren. Neben den A- und den C-Aktien gibt es noch stimmberechtigte B-Aktien, die nicht an der Börsen gehandelt werden und hauptsächlich von den Gründern gehalten werden.

Spitzenreiter im Dow waren die Titel des Chip-Herstellers Intel mit plus 2,01 Prozent. Am Indexende fielen die Aktien des Softwareunternehmens Microsoft um 0,82 Prozent.

An der Spitze des S&P 500 schnellten die Aktien von Anadarko Petroleum um mehr als 14 Prozent in die Höhe. Der Öl- und Gaskonzern hatte sich mit dem US-Justizministerium auf eine Vergleichszahlung geeinigt. Damit sollen Ansprüche wegen Umweltverschmutzung reguliert werden, die aus der Übernahme des Wettbewerbers Kerr-McGee Corp resultieren. (awp/mc/upd/ps)

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