US-Schluss: Dow zieht um 0,5% auf 17’575 Punkte an

US-Schluss: Dow zieht um 0,5% auf 17’575 Punkte an

New York – Die Wall Street hat sich am Donnerstag etwas von ihren jüngsten Verlusten erholt. Insbesondere Aktien der zuletzt stark unter Druck geratenen Rohstoffkonzerne legten teils deutlich zu. In den letzten drei Tagen war der Dow Jones Industrial von Sorgen über die Weltwirtschaft belastet worden, die schwache chinesische Konjunkturdaten und sinkende Rohstoffpreise ausgelöst hatten.

Nun zog der Dow in New York wieder um 0,47 Prozent auf 17’574,75 Punkte an. Der den breiteren Markt widerspiegelnde S&P-500-Index rückte um 0,23 Prozent auf 2052,23 Punkte vor. An der Nasdaq-Börse gewann der Auswahlindex Nasdaq 100 0,45 Prozent auf 4643,05 Punkte.

Derweil wirft bereits die wohl anstehende Zinswende in den USA ihre Schatten voraus. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Notenbank (Fed) in der kommenden Woche erstmals seit der Finanzkrise die Zinsen anheben wird. Ein solcher Schritt würde zwar die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren schmälern, aber gleichzeitig auch von der Zuversicht der Fed bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA zeugen.

Die aktuellen Konjunkturdaten dürften dabei keine Auswirkungen auf die Fed-Entscheidung haben, schrieb Analystin Viola Julien von der Landesbank Helaba. Während in den Vereinigten Staaten die Preise für eingeführte Güter im November schwächer zurückgegangen waren als erwartet, zogen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stark an.

Unter den Aktien der Rohstoffkonzerne stiegen die Papiere von Chevron an der Dow-Spitze um rund zwei Prozent. Allerdings waren die Ölpreise zuletzt wieder in die Verlustzone abgedriftet. Freeport-McMoran legten um mehr als 5 Prozent zu. Dabei kürzt der Bergbaukonzern im Kampf gegen niedrige Rohstoffpreise seine Investitionen und streicht die Dividende.

Die Papiere des Chemiekonzerns Dupont schlossen nach ihrem Höhenflug zur Wochenmitte nun kaum verändert. Sie hatten am Mittwoch von der Hoffnung auf einen möglichen Zusammenschluss mit dem Wettbewerber Dow Chemical profitiert und waren um knapp 12 Prozent in die Höhe geschnellt. Die Dow-Aktien büssten am Donnerstag 3,62 Prozent ein. Auch sie waren Tags zuvor kräftig angesprungen.

Die Papiere des Herrenausstatters Men’s Wearhouse brachen um knapp 18 Prozent ein. Damit stehen sie aktuell so tief wie zuletzt 2009. Weil die Geschäfte bei dem im vergangenen Jahr übernommenen Wettbewerber Jos. A. Bank schlecht laufen, könnte die Bekleidungs-Kette ihre Gewinnprognose für dieses Jahr verfehlen. Auch die Aktien des Lastwagen-Bauer Navistar kamen gehörig unter Druck, sie büssten mehr als 18 Prozent ein. Börsianer begründeten dies mit einer skeptischen Studie der US-Bank Morgan Stanley.

Unter den Technologiewerten schliesslich verloren die Papiere von First Solar 7,65 Prozent. Der Solarmodulhersteller hatte die Anleger mit seiner Prognose für die Bruttogewinnmarge im kommenden Jahr enttäuscht.

Der Euro stand nach seinem jüngsten Höhenflug etwas unter Druck und notierte zuletzt bei 1,0940 US-Dollar. Am US-Rentenmarkt verloren richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen angesichts der Gewinne an der Wall Street 4/32 Punkte auf 100 5/32 Punkte und rentierten mit 2,232 Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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