US-Schluss: Dow und S&P 500 in Rekordhöhen – Apple gefragt

Boerse

New York – Am US-Aktienmarkt haben sich am Donnerstag der Dow Jones Industrial und der S&P 500 auf Rekordniveau gehalten. Der Leitindex schloss knapp im Plus mit 0,04 Prozent auf 35 499,85 Punkten und blieb damit nur rund elf Zähler unter seinem gleich zur Eröffnung erreichten Rekordhoch.

Auch der marktbreite S&P stieg so hoch wie nie und schloss mit plus 0,30 Prozent auf 4460,83 Punkte nur knapp unter seiner Bestmarke. An der Nasdaq gewann der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,41 Prozent auf 15 088,98 Zähler.

Zur Wochenmitte hatten die Anleger mit Erleichterung darauf reagiert, dass die bereits recht hohe Inflationsrate in den Vereinigten Staaten nicht weiter gestiegen ist. Die Standardwerte-Indizes hatten ihre Rekordjagd fortgesetzt. Am Donnerstag wurde nun bekannt, dass die US-Erzeugerpreise überraschend deutlich angezogen haben. Das dürfte nun die Inflationserwartungen in den USA weiter anheizen. Die Erzeugerpreise beeinflussen die Verbraucherpreise, an denen die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Vorerst aber sei die Furcht vor einer frühzeitigeren Straffung der Geldpolitik erst einmal gebannt, hiess es aus dem Handel.

Im Dow wie an der Nasdaq waren die Apple-Aktien unter den Top-Werten mit plus 2,1 Prozent. Mehrere Analysten stellten auf eine starke Erholung der iPhone-Nachfrage in China ab. Laut Samik Chatterjee von JPMorgan weist dies darauf hin, dass Apple den Marktanteil weiter ausbaut. Zum Handelsschluss kosteten die Apple-Aktien 148,89 Dollar. Sie nehmen damit wieder Kurs auf ihr Rekordhoch von 150 Dollar, das sie Mitte Juli erreicht hatten. Besser als Apple waren am Donnerstag im Dow nur die Aktien des Softwarekonzerns Salesforce mit einem Aufschlag von zweieinhalb Prozent.

Die Papiere von Palantir schnellten um mehr als elf Prozent nach oben. Die Datenanalysefirma hatte sowohl mit ihren Umsatzzahlen als auch mit der Umsatzprognose positiv überrascht. Das Wachstum sei beeindruckend, schrieb Analyst Brent Thill von Jefferies.Mit Blick auf die Entwicklung mit gewerblichen Kunden schalte Palantir einen Gang höher.

Die Anteile von Micron Technology büssten hingegen fast sechseinhalb Prozent ein, nachdem sich Analyst Shawm Kim von der Bank Morgan Stanley negativ zu den Aktien des Speicherchipherstellers geäussert hatte. Seiner Meinung nach geht der Markt für Dram-Chips aktuell in eine spätzyklische Phase über und verliert entsprechend an Schwung.

Die Anteile von Ebay notierten zunächst schwächer, drehten dann aber und schlossen mit plus 1,3 Prozent. Die Online-Handelsplattform hatte im zweiten Quartal deutliche Geschäftszuwächse verbucht, der in Aussicht gestellte Nettoumsatz verfehlte allerdings die Erwartungen.

Der Euro kostete nach dem Börsenschluss an der Wall Street 1,1735 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1739 (Mittwoch: 1,1718) US-Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8519 (0,8534) Euro gekostet. Am US-Rentenmarkt sank der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) zuletzt um 0,06 Prozent auf 133,50 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen betrug 1,362 Prozent. (awp/mc/pg)

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