US-Eröffnung: Gebeutelte Nasdaq-Börse mit Stabilisierungsversuch

US-Eröffnung: Gebeutelte Nasdaq-Börse mit Stabilisierungsversuch
(KI-generiert)

New York – Auf die jüngste Talfahrt der technologielastigen Nasdaq-Börse in den USA ist am Montag ein Stabilisierungsversuch gefolgt. Während sich der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial im frühen Handel zum Freitagsschluss prozentual unverändert bei 52.006 Punkten zeigte und der marktbreite S&P 500 um 0,7 Prozent auf 7.710 Zähler stieg, ging es für die Nasdaq-Indizes spürbar aufwärts.

Der Nasdaq-Auswahlindex 100 erholte sich mit plus 1,3 Prozent auf 29.580 Zähler etwas von seinen kräftigen Verlusten. Der breite Nasdaq Composite legte um 1,2 Prozent zu. Am Freitag war der Nasdaq 100 auf sein Niveau von Mitte September zurückgefallen und hatte, gemessen an seinem vor knapp zwei Wochen bei 31.361 Punkten erreichten Rekordhoch, rund 7 Prozent eingebüsst.

«Anleger greifen nach dem Ausverkauf wieder zu», kommentierte Marktanalyst Maximilian Wienke vom Broker Etoro. «Die Erholung bleibt jedoch anfällig», da Anleger hinterfragten, ob die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur ausreichend Rendite brächten.

Die Hoffnung liegt nun auf Tech-Schwergewichten wie Tesla , Meta und dem erst seit vier Monaten an der Börse gehandelten Weltraum- und KI-Konzern SpaceX . Überzeugten diese mit starken Margen und Ausblicken, könnten die Zweifel an der Rentabilität der KI-Investitionen abnehmen, glaubt Etoro-Analyst Wienke. «Enttäuschungen könnten dagegen die Sorgen über die Finanzierung der KI-Infrastruktur verstärken und den Druck auf den gesamten Technologiesektor erhöhen.»

Besonders deutlich zeigten sich zum Wochenstart die zuletzt von Gewinnmitnahmen besonders gebeutelten Halbleiteraktien erholt: Sandisk gewannen 6,5 Prozent und Western Digital 5,2 Prozent. Intel legten um 4,0 Prozent zu und AMD sowie Micron um je etwa 2,5 Prozent.

Der Erholungsversuch von CoreWeave war nur von kurzer Dauer. Nach einem positiven Handelsstart zeigte sich die Aktie zuletzt am Freitagsschluss bei 61,40 US-Dollar. Der Anteilschein des Anbieters von KI-Cloud-Computing-Diensten war zuletzt wegen Sorgen über einen möglichen Finanzbedarf unter Druck geraten. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat CoreWeave unter Verweis auf die Kursverluste seit August nun auf «Buy» mit einem Kursziel von 106 Dollar hochgestuft.

Um 125,5 Prozent sprang der US-Aktienhinterlegungsschein (ADS) von Silence Therapeutics auf 19,58 Dollar hoch. Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA übernimmt den britische Spezialpharmahersteller für 20 Dollar je ADS. Damit wird Silence Therapeutics insgesamt mit 1,1 Milliarden Dollar (980 Mio Euro) bewertet.

Beim Stahlkonzern Cleveland-Cliffs sorgte ein überraschend gutes bereinigtes operatives Quartalsergebnis (Ebitda) für einen Kurssprung von knapp 10 Prozent. (awp/mc/pg)

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