US-Schluss: Dow gibt um 1,4% auf 17’496 Punkte nach

US-Schluss: Dow gibt um 1,4% auf 17’496 Punkte nach

New York – Am Tag nach der Erleichterung über die lange erwartete Zinswende hat die Wall Street am Donnerstag deutlich nachgegeben. Das der Leitzins nun erstmals seit der Finanzkrise nicht mehr nahe Null liegt, gab dem US-Dollar deutlich Auftrieb und schickte die in Dollar gehandelten Rohstoffe wieder auf Talfahrt. Nach drei starken Tagen entschieden sich die Anleger zunächst für Gewinnmitnahmen, zumal am Freitag der grosse Verfall an den Terminbörsen bevorsteht.

Letztlich sank der Dow Jones Industrial um 1,43 Prozent auf 17’495,84 Punkte. Nur in den ersten Minuten hatte er leicht im Plus notiert. Auf Wochensicht bleibt ihm aber noch ein Zuwachs von fast 1,5 Prozent.

Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Donnerstag 1,50 Prozent auf 2041,89 Punkte. Er liegt damit auf Jahressicht wieder im Minus. An der Nasdaq sank der Auswahlindex 100 um 1,42 Prozent auf 4598,14 Punkte.

Nach der Notenbankentscheidung rückte nun wieder der Rohstoffmarkt in den Fokus. Der Preis für ein Fass der US-Ölsorte WTI entging nur knapp einem neuerlichen Tiefststand seit sechs Jahren und auch die Kurse für Erdgas sowie Edelmetalle wie Gold und Silber gingen auf Talfahrt. Papiere des Ölkonzerns Chevron fielen im Dow um gut 3 Prozent. Im S&P 500 rutschten die Papiere der Bergbaukonzerne Freeport-McMorran und Newmont Mining um 8,52 beziehungsweise 7,70 Prozent. Die Anteile des Erdgaskonzerns Williams kosteten 8,18 Prozent weniger als tags zuvor.

Auch Oracle sorgte bei den Anlegern für Missstimmung, die Papiere sanken um rund 5 Prozent. Beim Softwarekonzern hatte der starke Dollar für erheblichen Gegenwind gesorgt. Der Umsatz war im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um sieben Prozent auf rund neun Milliarden Dollar gesunken. Ohne die negativen Währungseffekte wäre er unverändert geblieben.

General Electric (GE) halfen selbst milliardenschwere Geldgeschenke für die Anleger nicht, die Aktie verlor am Ende fast 1,5 Prozent. Der US-Industriekonzern will im kommenden Jahr 8 Milliarden US-Dollar an Dividende ausschütten und für 18 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen.

Besser erging es den Papieren von FedEx mit einem Plus von rund 2 Prozent. Der US-Paketdienst hatte im abgelaufenen Quartal besser abgeschnitten als Experten erwartet hatten. FedEx verwies auf höhere Preise und niedrigere Kosten. Micron Technology profitierten mit einem Zuwachs von 1,78 Prozent von einer Empfehlung der Investmentbank Morgan Stanley.

Der Eurokurs rutschte bis an die Marke von 1,08 US-Dollar ab und kostete zuletzt 1,0819 Dollar. Am Rentenmarkt gewannen richtungweisende zehnjährige Papiere 18/32 Punkte auf 100 5/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,230 Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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