US-Schluss: Dow kaum verändert – Nasdaq im Minus

US-Schluss: Dow kaum verändert – Nasdaq im Minus

New York – Der Dow Jones Industrial hat sich am Donnerstag nach zeitweise moderaten Verlusten erholt und kaum verändert geschlossen. Die anderen wichtigen US-Indizes verringerten ihre Verluste. Die Krim-Krise sei wieder etwas in den Hintergrund gerückt, sagten Börsianer. Gemischt ausgefallene Konjunkturdaten hätten zudem keine klaren Impulse geliefert. Der wichtigste US-Index beendete den Handel mit minus 0,03 Prozent bei 16 264,23 Punkten. Der S&P-500-Index fiel um 0,19 Prozent auf 1849,04 Punkte. Der Nasdaq-100-Index rutschte um 0,55 Prozent auf 3563,13 Punkte ab.

Positiv waren vor allem die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten ausgefallen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der vergangenen Woche auf den tiefsten Stand seit November 2013 gesunken. Der Blick auf die US-Wirtschaft zeigt zudem, dass diese im vierten Quartal mit 2,6 Prozent etwas stärker zugelegt hatte als zuvor prognostiziert. Allerdings blieb der Anstieg etwas hinter den Expertenerwartungen zurück. Die noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe hingegen waren im Februar überraschend zurückgegangen und auch der Vormonatswert wurde kräftig nach unten korrigiert.

Unternehmensseitig stand vor allem der Bankensektor im Fokus, nachdem die Fed im Zuge ihres jährlichen Stresstests unter anderem die Pläne von US-Banken untersucht hinsichtlich der Kapitalausgaben untersucht hatte. Damit will die Notenbank sicherstellen, dass die Geldhäuser ihr Kapitalpolster durch Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe nicht zu stark angreifen. Die Citigroup bekam dies nun zu spüren, denn ihr Kapitalplan wurde als einer von fünf abgelehnt. Die Fed begründete dies unter anderem mit Defiziten bei der bankeigenen Vorhersage, wie sich das globale Geschäft in einem Krisenfall entwickeln würde. Der Anteilsscheine der Grossbank rutschten mit einem Abschlag von 5,40 Prozent an das Ende des S&P 100.

Die Papiere von JPMorgan und der Bank of America konnten ihre frühen Gewinne nicht halten. Die Aktien der Muttergesellschaft von Merrill Lynch büssten knapp ein Prozent ein und die von JPMorgan schlossen mit plus 0,03 Prozent fast unverändert. Fünfeinhalb Jahre nach der Lehman-Pleite will JPMorgan die Dividende über das damals erreichte Niveau heben. Die Bank kündigte zudem einen weiteren Rückkauf eigener Aktien über bis zu 6,5 Milliarden Dollar an. Erstmals seit mehr als drei Jahren will zudem die Bank of America wieder ihre Dividende anheben.

Eine Kaufempfehlung von Merrill Lynch gab den Aktien der Ölgesellschaft ExxonMobil Auftrieb. Mit einem Aufschlag von 1,63 Prozent setzten sie sich an die Dow-Spitze. Die Anteilsscheine von Alcoa schnellten im S&P-100-Index nach Nachrichten aus Grossbritannien um mehr als sechs Prozent hoch. Der Aluminiumhersteller profitiert davon, dass der russische Konkurrent Rusal eine Gerichtsentscheidung gegen die Pläne der Londoner Metallbörse gewonnen hat, Aluminiumauslieferungen schneller vornehmen zu müssen. Rusals Befürchtungen waren, dass darunter die Preise leiden könnten, da für sofortige Lieferungen von Aluminium in der Regel Prämien verlangt werden.

Nach dem sehr holprige Börsendebüt von King Digital Entertainment am Mittwoch ging es erneut abwärts. Die Aktien der Firma, die das populäre Smartphone-Spiel «Candy Crush» entwickelt hat, büssten 2,26 Prozent auf 18,60 Dollar ein. Zu 20,50 Dollar waren sie tags zuvor ausgegeben worden. (awp/mc/ps)

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