US-Schluss: Dow Jones legt 0,4% auf 24’749 Punkte zu

US-Schluss: Dow Jones legt 0,4% auf 24’749 Punkte zu

New York – Wieder aufgekeimte Hoffnungen auf eine baldige Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben der Wall Street am Dienstag in die Gewinnzone verholfen. Aussagen von Larry Kudlow, dem Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, machten den Anlegern neuen Mut. Dieser hatte gesagt, es sei weiterhin das Ziel, die gegenseitigen Zölle auf Null herunterzufahren. China müsse sich allerdings zu freiem, fairem und wechselseitigem Handel bekennen.

Nachdem der Dow Jones Industrial über weite Strecken des Handelstages nachgegeben hatte, drehte der US-Leitindex daraufhin ins Plus. Mit einem Aufschlag von 0,44 Prozent auf 24 748,73 Punkte schloss er knapp unter seinem kurz zuvor erreichten Tageshoch. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,33 Prozent auf 2682,20 Punkte zu. Der Nasdaq-Auswahlindex 100 beendete den Tag um 0,34 Prozent höher auf 6701,04 Zähler.

Trump wird den chinesischen Staatschef Xi Jinping während des G20-Gipfels am kommenden Freitag und Samstag treffen. Dann wollen die beiden Vertreter der zwei weltgrössten Volkswirtschaften miteinander sprechen.

Die veröffentlichten Konjunkturdaten hatten indes kaum Einfluss auf den Handel. Der Preisauftrieb am US-Immobilienmarkt hatte sich im September weiter abgeschwächt, so dass der geringste Anstieg seit November 2016 verzeichnet wurde. Das vom Conference Board ermittelte Verbrauchertrauen für den Monat November fiel wie erwartet aus. Es trübte sich zwar etwas ein, hatte allerdings im Oktober noch den höchsten Stand seit 18 Jahren erreicht und ist damit weiterhin sehr gut.

Unter den Einzelwerten im Dow stachen die Aktien von United Technologies mit einem Minus von etwas mehr als 4 Prozent heraus. Investoren reagierten enttäuscht auf den schwachen Cashflow-Ausblick der neuen Sparte Collins Aerospace Systems. Der freie Barmittelfluss – eine wichtige Kenngrösse für potenzielle Dividenden – soll sich im kommenden Jahr auf nicht mehr als 750 Millionen US-Dollar belaufen. Analysten hatten im Schnitt mit 1,28 Milliarden Dollar gerechnet.

Apple gaben um 0,2 Prozent nach und dämmten damit ihre Tagesverluste wieder ein. Zuvor hatten Aussagen des US-Präsidenten belastet, dass auch iPhone-Importe aus China mit US-Strafzöllen belegt werden könnten.

Auch für das Minus von 2,6 Prozent bei General Motors (GM) wurde auf Aussagen von Trump verwiesen. Nach der Ankündigung eines massiven Stellenabbaus, drohte Trump dem Autobauer mit einem Stopp der Subventionen.

Am US-Rentenmarkt gaben richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen um 1/32 Punkt auf 100 18/32 Punkte nach und rentierten mit 3,06 Prozent. Der Euro bewegte sich im US-Handel kaum und wurde zum Handelsschluss an der Wall Street mit 1,1293 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1328 (Montag: 1,1363) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8828 (0,8801) Euro.  (awp/mc/pg)

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