US-Schluss: ‹Santa Claus Rally› – S&P 500 mit Rekordhoch

Boerse

New York – Die US-Aktienmärkte haben ihren Erholungskurs aus der Vorweihnachtswoche am Montag nahtlos fortgesetzt und deutlich fester geschlossen. Dabei erklomm der marktbreite und besonders aussagekräftige S&P-500-Index ein weiteres Rekordhoch und gewann letztlich 1,38 Prozent auf 4791,19 Punkte. Der Leitindex Dow Jones Industrial erreichte den höchsten Stand seit Mitte November. Am Ende stand ein Plus von 0,98 Prozent bei 36 302,38 Zähler zu Buche. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,59 Prozent auf 16 567,50 Punkte.

Bereits vor dem verlängerten Weihnachtswochenende hatten die drei Börsenbarometer eine mehrtägige Erholungsserie hingelegt. Auch die Jahresbilanzen der drei Indizes können sich sehen lassen: Die Nase vorn hat der Nasdaq 100 mit einem Wertzuwachs von mehr als 28 Prozent, dicht gefolgt vom S&P 500, der um gut 27 Prozent zugelegt hat. Der Dow Jones Industrial hinkt mit einem Plus von knapp 19 Prozent hinterher.

Börsianer sprachen von einem guten Auftakt der «Santa-Claus-Rally» inmitten einer weiter steigenden Zahl von Coronavirus-Fällen. Als «Santa-Claus-Rally» wird ein siebentägiger Zeitraum bezeichnet, der die letzten fünf Handelstage des alten Jahres und die ersten beiden Handelstage des neuen Jahres umfasst. Seit dem Jahr 1969 hat der S&P-500-Index in dieser Periode im Durchschnitt um 1,3 Prozent zugelegt.

Gegen den allgemeinen Markttrend schwächer präsentierten sich die Airline-Aktien. Die US-Fluggesellschaften hatten wegen der grassierenden Coronavirus-Variante Omikron sowie schlechten Wetters über das Weihnachtswochenende hunderte Flüge streichen müssen. So fielen die Papiere von United Airlines um 0,7 Prozent, von Delta Air Lines um 0,8 Prozent und jene von American Airlines um 0,5 Prozent.

Für Furore sorgten die Aktien von GoDaddy, die um mehr als 8 Prozent nach oben schnellten. Zuvor hatte der aktivistische Investor Starboard Value eine Beteiligung an dem Internetdienstleister von 6,5 Prozent bekanntgegeben. Der Investor betonte zudem, die Performance der Aktie verbessern zu wollen, die seiner Ansicht nach unterbewertet ist.

Die in den USA gelisteten Anteilscheine chinesischer Unternehmen litten unter neuen Regeln der chinesischen Führung für eine Notierung von Aktien an ausländischen Börsen. So sanken die Papiere des Amazon -Konkurrenten Alibaba um 1,7 Prozent. Die zuletzt schon rekordtiefen Titel des Fahrdienstvermittlers Didi fielen um 5,4 Prozent.

Der Eurokurs konnte im US-Handel seinen leichten Vorsprung aus dem europäischen Geschäft knapp behaupten. Zuletzt kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1325 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1312 (Freitag: 1,1319) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8840 (0,8836) Euro gekostet.

US-Staatsanleihen machten keine grossen Sprünge. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) notierte zuletzt 0,04 Prozent höher bei 130,59 Punkten. Die Rendite für zehnjährige Staatspapiere betrug 1,48 Prozent. (awp/mc/pg)

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