US-Schluss: Dow verliert 0,3% auf 21’410 Punkte

Boerse

New York – Schwache Ölpreise haben den Dow Jones Industrial am Mittwoch abermals belastet. Zudem blieben die Investoren an der Wall Street nach den jüngsten Kursschwankungen auf hohem Niveau vorsichtig. Der US-Leitindex knüpfte an seine Vortagesverluste an und schloss 0,27 Prozent im Minus mit 21’410,03 Punkten. Bei 21’535 Zählern hatte er tags zuvor noch ein Rekordhoch erreicht, bevor Gewinnmitnahmen im Sog schwacher Ölpreise und politischer Risiken etwa in Nahost ihn letztlich ins Minus drückten.

Der marktbreite S&P-500-Index sank zur Wochenmitte um 0,06 Prozent auf 2’435,61 Punkte. Besser sah es für den technologiewertelastigen Nasdaq 100 aus, der um 0,98 Prozent auf 5’782,39 Punkte vorrückte. Er war tags zuvor allerdings auch deutlicher unter Druck geraten als die Standardwerte-Indizes. Zudem hinkten Tech-Werte zuletzt insgesamt den Standardwerten hinterher, nachdem am Markt Bedenken über zu hohe Bewertungen aufgekommen waren.

Ölwerte wie ExxonMobil oder Chevron gerieten im Sog des Ölpreisrutsches abermals unter Druck. ExxonMobil büssten mehr als 1 Prozent ein und Chevron fielen um 1,87 Prozent. Spitzenreiter im Dow Jones waren die Anteilscheine des Sportwarenherstellers Nike mit einem Plus von 2 Prozent.

Für weiteren Gesprächsstoff sorgte der neue Server-Prozessor Epyc von AMD, der den Aktien am Vortag bereits einen Kurssprung beschert hatte. Die Papiere legten am Mittwoch um 10,60 Prozent zu. Um 0,80 Prozent abwärts ging es dagegen für die Papiere des Chip-Erzrivalen Intel. Analyst Vivek Arya von Merrill Lynch fürchtet steigenden Druck auf den AMD-Konkurrenten. Er strich daher seine Kaufempfehlung.

Papiere von Red Hat schossen um 9,58 Prozent hoch. Der mit seiner gleichnamigen Linux-Version bekannte Softwarehersteller erhielt nach guten Zahlen und einem optimistischen Ausblick eine Empfehlung des Investmenthauses Stifel.

Ebenfalls gut kamen am Markt Geschäftszahlen und Ausblick von Adobe an. Für die Papiere des für PDF und Bildbearbeitung bekannten Softwarekonzerns ging es um mehr als 2 Prozent nach oben.

Der Kurs des Euro erholte sich ein Stück weit von seinen jüngsten Verlusten. Im New Yorker Handel stieg die Gemeinschaftswährung auf zuletzt 1,1164 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1147 (Dienstag: 1,1156) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8971 (0,8964) Euro gekostet.

Am US-Anleihemarkt fiel der Kurs richtungweisender zehnjähriger Papiere um 1/32 Punkt auf 101 28/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,16 Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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