US-Schluss: Gewinne – Anleger verdauen Job- und ISM-Daten

Boerse
(Adobe Stock)

New York – Die US-Börsen haben sich am Freitag weitgehend richtungslos gezeigt. Sie schwankten zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten und gingen dann mit positiven Vorzeichen aus dem Handel. Robuste Daten vom Arbeitsmarkt für den Monat März stützten. Zugleich drückte die überraschende Eintrübung der Stimmung in der Industrie auf die Laune der Anleger.

Nach einem für den Dow Jones Industrial sehr schwachem ersten Quartal legte der US-Leitindex zum Start in den April letztlich um 0,40 Prozent auf 34’818,27 Punkte zu. Im Wochenverlauf hat der Wall-Street-Index damit minimal geschwächelt.

Der S&P 500 rückte am Freitag um 0,34 Prozent auf 4545,86 Punkte vor. Der Nasdaq 100 stieg um 0,15 Prozent auf 14’861,21 Punkte.

Der Blick auf den US-Arbeitsmarkt wies auch für März auf einen Erholungskurs hin: Die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück und nähert sich rapide dem Niveau, das sie vor der Corona-Pandemie hatte. Die Beschäftigung stieg weiter an, wenn auch etwas schwächer als von Analysten erwartet. Die Experten von Helaba sprachen von einer «robusten Verfassung». Kopfzerbrechen dürfte der US-Notenbank (Fed) der weiter zunehmende Lohnauftrieb bereiten, da er die ohnehin sehr hohe Inflation zusätzlich anfachen könnte.

Der Einkaufsmanagerindex ISM für die US-Industrie fiel im März verglichen mit Februar auf 57,1 Zähler, während Analysten im Schnitt einen Anstieg erwartet hatten. Allerdings signalisiert ein Wert über 50 weiter eine wachsende Aktivität der Unternehmen. Eher beunruhigte einige Börsianer daher, dass es insbesondere einen kräftigen Rückgang bei der Einschätzung der Auftragseingänge gegeben hatte.

Unternehmensseitig lagen im Dow gegen Handelsschluss die Aktien der Telekomgesellschaft Verizon mit plus 2,3 Prozent an der Index-Spitze. Schlusslicht waren die Papiere des Chipherstellers Intel mit minus 2,9 Prozent. Nachrichten gab es allerdings keine.

Apple schwächelten mit minus 0,2 Prozent nach ihrer jüngsten Elftagesrally weiter. Diese hatte die Aktie des iPhone-Herstellers wieder nahe an ihr Rekordhoch von Anfang Januar gebracht. Nun ging es den mittlerweile dritten Tag in Folge wieder abwärts. Womöglich belastete, dass JPMorgan-Experte Samik Chatterjee neben Qualcomm , die um 3,8 Prozent nachgaben, auch Apple von der «Analyst Focus List» strich.

Dafür nahm er die Papiere der Kommunikationsnetzwerk-Ausrüster Ciena und Arista auf. Im schwierigeren Wirtschaftsumfeld hält er laut einer aktuellen Studie diese beiden für besonders widerstandsfähig mit Blick auf die Ausgaben von Telekomkunden für ihre Netzwerke als auch von Cloudunternehmen und deren Aufbau von Infrastruktur. Ciena legten um 0,7 Prozent zu und Arista um 0,4 Prozent.

Ausserhalb der grossen Indizes schossen unter den Einzelwerten die Papiere von Gamestop zum Handelsstart um 14 Prozent nach oben, beendeten den Tag dann aber 1,0 Prozent schwächer. Die Handelskette für Computerspiele plant einen Aktiensplit, um die aktuell 165 Dollar teure Aktie wieder besser handelbar und damit für Kleinanleger interessanter zu machen. Die Aktie ist allerdings stark schwankungsanfällig, wie neben dem Blick auf den Freitag auch der bisherige Jahresverlauf zeigt. Nachdem sich das Papier bis Mitte März fast halbiert hatte, kletterte es allein im Verlauf dieser Handelswoche wieder um ein Drittel nach oben.

Der Euro kostete zum Handelsschluss an der Wall Street 1,1049 Dollar, nachdem er im frühen Frankfurter Handel bis auf 1,1075 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1052 (Donnerstag: 1,1101) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9048 (0,9008) Euro.

Am US-Rentenmarkt gab der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,55 Prozent auf 122,20 Punkte nach. Die Rendite für zehnjährige Staatspapiere stieg auf 2,39 Prozent. (awp/mc/ps)

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