US-Schluss: Gewinnmitnahmen – Weltbank senkt Prognose

US-Schluss: Gewinnmitnahmen – Weltbank senkt Prognose

New York – Die gesenkte Wachstumsprognose der Weltbank hat an den US-Börsen am Mittwoch zu Gewinnmitnahmen geführt. Der Dow Jones Industrial schloss 0,60 Prozent schwächer bei 16 843,88 Punkten. Der S&P-500-Index sank um 0,35 Prozent auf 1943,89 Punkte. Beide Indizes hatten sich seit Wochenanfang auf Rekordhöhen gehalten. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 , der sich weiter auf dem Niveau vom September 2000 bewegt, beendete den Tag mit minus 0,08 Prozent bei 3797,85 Punkten nur wenig verändert.

Die Weltbank hatte ihre Erwartung für das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr von 3,2 Prozent auf 2,8 Prozent gekappt. Zudem verringerte sie ihre Prognosen für die USA, Russland, China, Brasilien und Indien. Für die US-Wirtschaft rechnet sie nun mit einem Wachstum von 2,1 Prozent nach bisher erwarteten 2,8 Prozent. Marktanalyst Craig Erlam von Alpari UK sagte ausserdem: „Die US-Indizes, und allen voran der Dow und der S&P 500, sind zuletzt beeindruckend gut gelaufen. Das muss zwangsläufig mal zu Ende gehen.“

Im Dow waren die Aktien von Boeing mit minus 2,30 Prozent schwächster Wert. Sie litten Händlern zufolge unter einer negativen Analystenstudie von RBC-Analysten, die das Papier des Airbus-Konkurrenten auf „Sector-Perform“ abgestuft hätten. Zudem belaste die Niederlage von Eric Cantor, dem Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, bei den Vorwahlen der Republikaner vor den US-Kongresswahlen, hiess es. Dadurch sei die erneute Genehmigung von Finanzierungen zu Niedrigpreisen durch den Kongress, von denen der Flugzeugbauer bislang profitiert habe, bedroht.

Bank of America rutschten im S&P-100-Index um rund zwei Prozent ab. Laut der „New York Times“ fordert das US-Justizministerium von der Grossbank eine Vergleichszahlung von 17 Milliarden US-Dollar, um die Ermittlungen wegen Hypotheken-Deals vor Ausbruch der Finanzkrise einzustellen. Zuletzt war über einen niedrigeren Betrag spekuliert worden.

Die Papiere der im Dezember 2013 an die Börse gegangenen Hotelgruppe Hilton verloren 2,65 Prozent. Nachdem die Papiere zuletzt deutlich gestiegen waren, will Grossaktionär Blackstone nun bis zu 103,5 Millionen Aktien verkaufen, womit sich sein Anteil an Hilton von 76 auf 66 Prozent verringern würde.

Die Anteilsscheine von Google gaben im Nasdaq 100 um 0,35 Prozent nach. Der Internetkonzern will seine digitalen Kartendienste mit dem Kauf des Satelliten-Spezialisten Skybox Imaging verstärken, der Bilder aus dem All in hoher Auflösung erstellt. Amazon.com profitierten mit plus 0,84 Prozent von einer Hochstufung von Goldman Sachs auf „Conviction Buy“, wie Händler sagten.

Die Synaptics-Aktien sprangen nach der Ankündigung des Touch-Screen-Unternehmens, den Chiphersteller Renesas SP Drivers zu übernehmen, um knapp 29 Prozent nach oben. Zudem hatte Synaptics seine Umsatzprognose für dieses Quartal angehoben. (awp/mc/upd/ps)

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