US-Schluss: Dow Jones 0,4% im Plus bei 24’895 Punkten

US-Schluss: Dow Jones 0,4% im Plus bei 24’895 Punkten

New York – Die von US-Präsident Donald Trump am Donnerstag abgesegneten Einfuhrzölle haben die Wall Street vergleichsweise kalt gelassen. Der Dow Jones Industrial , der nach einem freundlichen Start zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten gependelt hatte, notierte zum Handelsschluss 0,38 Prozent im Plus bei 24 895,21 Punkten. Bereits am Mittwoch hatte der New Yorker Leitindex seine zwischenzeitlich deutlichen Verluste sichtbar eingedämmt.

Der marktbreite S&P-500-Index gewann am Donnerstag 0,45 Prozent auf 2738,97 Punkte und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,53 Prozent auf 6966,43 Zähler.

Wie schon zuvor angekündigt verhängen die USA weltweite Einfuhrzölle auf Stahl in Höhe von 25 Prozent und auf Aluminium in Höhe von 10 Prozent. Ausgenommen werden zunächst nur die Nachbarn Mexiko und Kanada, was Trump bereits vorher signalisiert hatte. Die Zölle sollen innerhalb von 15 Tagen in Kraft treten. Eine Klausel soll es jedoch allen Ländern ermöglichen, auf der Grundlage von Einzelfall-Verhandlungen Erleichterungen zu erreichen.

Seitens der US-Notenbank (Fed) kam Schützenhilfe für die Finanzmärkte. Einem Fed-Mitglied zufolge könnte es weniger Zinsanhebungen in diesem Jahr geben, sollte es zu negativen konjunkturellen Effekten durch Importzölle und Handelsschranken kommen.

Unterdessen tasten sich Europas Währungshüter an einen Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik heran. Bei der Zinsentscheidung am Donnerstag in Frankfurt verzichtete die Europäische Zentralbank (EZB) auf die zuletzt übliche Formulierung, dass die Notenbank ihre milliardenschweren Anleihekäufe ausweiten könnte, sollten sich die Rahmenbedingungen verschlechtern. Volkswirte werten das als Signal zur Vorbereitung der Finanzmärkte auf ein Ende der Geldflut. Den Leitzins im Euroraum beliess der EZB-Rat wie erwartet auf dem Rekordtief von null Prozent.

Im Fokus der Anleger stand ansonsten eine Milliarden-Übernahme im US-Gesundheitssektor. Die Aktien des auf Preisverhandlungen spezialisierten Gesundheits-Dienstleisters Express Scripts sprangen dank einer Offerte von Cigna um 8,58 Prozent auf 79,72 US-Dollar hoch. Der Krankenversicherer will Express Scripts für insgesamt 67 Milliarden Dollar schlucken. Cigna-Titel verloren über 11 Prozent.

Bei American Eagle Outfitters stand trotz guter Zahlen für das abgelaufene Quartal und eines erfreulichen Gewinnausblicks des Modekonzerns auf das laufende Quartal ein Kursrutsch von gut neuneinhalb Prozent auf 18,63 Dollar zu Buche. Am Mittwoch hatten die Aktien allerdings bei 20,83 Dollar noch den höchsten Stand seit Mai 2013 erreicht – nun versilberten die Aktionäre offenbar die aufgelaufenen Kursgewinne.

Der Euro geriet nach seiner jüngsten Erholungsphase deutlich unter Druck: Im New Yorker Handel sank die Gemeinschaftswährung trotz der EZB-Aussagen auf 1,2314 Dollar, womit sie noch etwas weniger kostete als im späten europäischen Nachmittagsgeschäft. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,2421 (Mittwoch: 1,2417) Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8051 (0,8054) Euro. Am Markt für US-Staatsanleihen gewannen richtungsweisende zehnjährige Papiere 7/32 Punkte auf 99 2/32 Punkte und rentierten mit 2,86 Prozent. (awp/mc/pg)

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