US-Schluss: Dow am ‚Hexensabbat‘ mit kleinen Verlusten

US-Schluss: Dow am ‚Hexensabbat‘ mit kleinen Verlusten

New York – Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat am Freitag mit moderaten Verlusten geschlossen. Am grossen Verfallstag an den Terminbörsen, dem sogenannten „Hexensabbat“, startete er zunächst im Plus, drehte in den letzten 30 Handelsminuten aber und verlor am Ende 0,13 Prozent auf 13.579,47 Punkte. Auf Wochensicht gab der Dow damit 0,10 Prozent nach. Für den breiter gefassten S&P 500-Index ging es um 0,01 Prozent auf 1.460,15 Punkte nach unten. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite Index hingegen um 0,13 Prozent auf 3.179,96 Punkte vor, und der Auswahlindex Nasdaq 100 schloss prozentual unverändert bei 2.861,64 Punkten.

Gegen Handelsende dürfte der grosse Verfall an den Terminbörsen den Markt bewegt haben, sagte ein Börsianer. Zuvor habe ein Bericht der „Financial Times“ über Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und Spanien zunächst für eine gewisse Erleichterung gesorgt. Hinter den Kulissen wird demnach mit Hochdruck daran gearbeitet, den Weg für ein volles Hilfsprogramm für das hochverschuldete Land freizumachen. Wie die „Financial Times“ mit Bezug auf EU-Kreise berichtete, drehen sich die Gespräche um Bedingungen, die die internationalen Geldgeber im Gegenzug für neue Finanzhilfen verlangen könnten.

Unternehmensseitig richtete sich der Blick auf die Markteinführung des neuen iPhone 5 von Apple . Beflügelt von der Euphorie um den neuen Kassenschlager war der Kurs Anfang der Woche erstmals über 700 Dollar geklettert. Am Freitag hielten sich die Papiere knapp über dieser Marke und schlossen mit plus 0,20 Prozent bei 700,09 US-Dollar.

Deutlich nach unten ging es hingegen für Research In Motion , die das Schlusslicht im Nasdaq 100 waren. Der Kurs sackte um 6,37 Prozent ab, nachdem es zu Störungen bei Blackberry-Diensten in Europa, dem Nahen Osten und Afrika gekommen war. Seit Freitagmorgen konnten die dortigen Kunden weder E-Mails senden noch im Internet surfen. Der Ausfall kam für den Konzern denkbar unpassend: Während die Blackberry-Nutzer auf dem Trockenen sassen, stürmten tausende Apple Fans die Läden und holten sich ein neues iPhone 5.

Oracle -Aktien verteuerten sich um 0,54 Prozent auf 32,46 Dollar. Der Software-und Hardwarekonzern hatte am Donnerstag nach Börsenschluss Zahlen zum ersten Geschäftsquartal vorgelegt. Wegen des flauen Geschäfts mit leistungsstarken Firmenrechnern fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um zwei Prozent, der Gewinn stieg allerdings um 11 Prozent. Analyst Mark Moerdler von Bernstein Research hob das Kursziel für die Papiere auf 35 US-Dollar an und begründete dies mit vermutlich aggressiveren Aktienrückkäufen.

Daneben schauten die Investoren auch auf Kraft Foods , die 0,14 Prozent gewannen. Die Papiere verabschiedeten sich aus dem Dow Jones und werden ab Montag durch UnitedHealth ersetzt. Der US-Lebensmittel-Multi Kraft Foods spaltet zum 1. Oktober das nordamerikanische Lebensmittelgeschäft ab, das dann als eigenständiges Unternehmen unter dem bekannten Namen an die Börse gebracht werden soll. UnitedHealth zogen um 2,26 Prozent an. (awp/mc/cs)
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