US-Schluss: Verluste – Ölpreisrally beunruhigt die Anlege

Boerse

New York – An der Wall Street hat die Anleger nach der guten Vorwoche wieder der Mut verlassen. Die wichtigsten Aktienindizes büssten im Handelsverlauf am Montag anfängliche Gewinne ein und schlossen im Minus. Weiterhin herrscht die Sorge, dass die anhaltende Ölpreisrally zu Energieengpässen führen und die globale Wirtschaftserholung von der Corona-Pandemie abwürgen könnte.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gab am Ende um 0,72 Prozent auf 34’496,06 Punkte nach. Der S&P 500 fiel um 0,69 Prozent auf 4361,19 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,72 Prozent auf 14’713,73 Punkte nach unten.

Mit Blick auf die Einzelwerte waren wegen der aktuellen Rohstoffhausse vor allem Unternehmen aus dem Energie- und Ölbereich gefragt. So zogen unter den besten Titeln im S&P 500 Schlumberger, Halliburton, Freeport-McMoran und Enphase Energy um zweieinhalb bis viereinhalb Prozent an.

Ein wesentlicher Preistreiber am Ölmarkt ist die angespannte Versorgungslage im Energiesektor insgesamt. Weil die Preise für Gas und Kohle in den vergangenen Monaten stark gestiegen sind, kommt Öl als Alternative bei der Stromerzeugung zunehmend in Betracht. Das treibt die Erdölpreise ebenfalls stark an.

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank will eine weitere Verknappung des Angebots auf dem Ölmarkt nicht ausschliessen. Er verwies auf die jüngste Entscheidung des Ölverbunds Opec+, die Fördermenge trotz der aktuellen Engpässe nicht stärker als geplant zu erhöhen. Nach Einschätzung des Experten Fritsch dürfte es mit den Ölpreisen kurzfristig weiter nach oben gehen.

Derweil büssten die Anteilscheine von Southwest Airlines mehr als vier Prozent ein. Die Fluggesellschaft hatte am Wochenende wegen schlechten Wetters und Personalengpässen 1800 Flüge streichen müssen – das entsprach mindestens 30 Prozent aller geplanten Flüge der Airline.

Der Automobilzulieferer Aptiv leidet derweil ebenso wie viele Wettbewerber unter der allgemeinen Knappheit an Halbleitern in der Branche. Damit musste das Unternehmen seine Umsatzprognose nach unten korrigieren. Die Anteilscheine sackten bis zum Handelsschluss um rund drei Prozent ab.

Für die Papiere von Hasbro ging es um 1,6 Prozent nach unten. Die Anteilscheine des Spielzeugherstellers litten offenbar darunter, dass Unternehmenschef Brian Goldner aus gesundheitlichen Gründen ab sofort eine Auszeit nimmt.

Der Euro notierte bei 1,1551 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1574 (Freitag: 1,1569) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8640 (0,8644) Euro. Am Markt für US-Staatsanleihen fand kein Handel statt. Grund war der Feiertag «Columbus Day». (awp/mc/ps)

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