US-Schluss: US-Börsen legen Endspurt hin – Neue Höchststände

US-Schluss: US-Börsen legen Endspurt hin – Neue Höchststände

New York – Die Wall Street hat 2013 mit neuen Höchstständen beendet. Die grossen US-Börsenindizes konnten nach einem ausserordentlich guten Jahresverlauf dank guter Konjunkturdaten auch am letzten Tag Zuwächse verbuchen. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss am Dienstag 0,44 Prozent höher bei 16 576,66 Punkten. Der S&P 500, in dem mehr Firmen vertreten sind, gewann 0,40 Prozent auf 1848,36 Punkte. Der technologielastige NASDAQ 100 beendete den Handel 0,61 Prozent höher bei 3592,00 Punkten.

Aufs Gesamtjahr gesehen hat der Dow Jones damit gut 26 Prozent zugelegt und der S&P 500 annähernd 30 Prozent. Zuletzt hatten die Indizes in den 1990er Jahren derartige Sprünge geschafft.

Experten verwiesen als Grund für das Plus am Dienstag unter anderem darauf, dass die Stimmung der US-Verbraucher im Dezember stärker gestiegen war als Volkswirte erwartet hatten. Zudem waren die Hauspreise im Oktober weiter nach oben geklettert. Die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago hatte sich allerdings stärker eingetrübt als vorhergesagt.

Auch einige Unternehmen warteten am letzten Tag des Jahres mit Neuigkeiten auf. Aktien von Hertz sprangen um mehr als 10 Prozent nach oben. Der Autoverleiher hat nach eigenen Angaben „unübliche“ Geschäfte bei seinen Anteilscheinen bemerkt und Massnahmen ergriffen, um sich gegen eine Übernahme zu wappnen. Börsianer hoffen auf eben diesen Übernahmeversuch.

Auch bei Marvell Technology sorgten Übernahmespekulationen für einen kräftigen Kurssprung. Die Titel legten um annähernd 5 Prozent zu. Hier ist der Interessent allerdings schon bekannt, es handelt sich um den Finanzinvestor KKR. Dieser hält fünf Prozent an dem Chiphersteller. Kreisen zufolge hat sich die Gesellschaft mit Spitzenmanagern von Marvell getroffen und bei der Gelegenheit darauf verwiesen, dass der Konzern unterbewertet sei.

Die Aktien von Phillips 66 legten um gut 3 Prozent zu. Die Investmentholding Berkshire Hathaway des US-Starinvestors Warren Buffett kauft dem Tankstellen- und Raffineriebetreiber eine Chemietochter für rund 1,4 Milliarden US-Dollar ab. Berkshire-Titel legten leicht zu.

Hewlett-Packard verloren dagegen leicht nachdem das Unternehmen eine Ausweitung seines Sparprogramms angekündigt hatte. Der Computerbauer will zusätzlich zu den bereits bekannten 29 000 Stellen weitere 5000 Arbeitsplätze streichen. HP berichtete von einem „anhaltenden Druck auf den Markt und das Geschäft“. (awp/mc/upd/ps)

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