US-Schluss: S&P 500 mit kleinen Schritten zum Rekordhoch

Boerse

New York – Zu Beginn einer mit wichtigen Wirtschaftsdaten reich bepackten Woche ist der marktbreite S&P 500 auf ein Rekordhoch geklettert. Im Fokus der Anleger stehe, ob die nächsten Konjunkturdaten, Unternehmensberichte und womöglich auch Neuigkeiten zu den Handelsgesprächen zwischen den USA und China die Aktienmarktrally in den Vereinigten Staaten weiter unterstützen werden, hiess es. Die vor dem Handelsstart an diesem Tag bekannt gegebenen Konsumausgaben und Inflationsdaten hatten zunächst allerdings kaum Impulse geliefert.

Der Dow Jones Industrial hielt sich dicht an seinem Schlussstand vom Freitag und ging mit plus 0,04 Prozent auf 26’554,39 Punkte aus dem Handel. Nachdem der US-Leitindex am vergangenen Dienstag seinem Rekordhoch von Anfang Oktober noch ein Stück näher gekommen war, verteidigte er nun mühsam dieses Niveau. Der S&P 500 beendete den Montag mit einem Aufschlag von 0,11 Prozent auf 2943,03 Punkte. Knapp unter 2950 Zählern war er zuvor auf den höchsten Stand seiner Geschichte geklettert. Der Nasdaq 100 legte um 0,16 Prozent auf 7839,04 Punkte zu. Damit hielt sich der Auswahlindex der Technologiebörse Nasdaq ebenfalls dicht an seinem erst am Donnerstag erreichten Rekordstand bei knapp unter 7852 Zählern.

Die aktuellen Wirtschaftsdaten zeigten, dass die US-Konsumenten ihre Ausgaben im März deutlich gesteigert hatten, während die Einnahmen der Haushalte sich nur minimal erhöht hatten und hinter den Erwartungen zurückblieben. Die allgemeine Teuerung entwickelte sich allerdings ebenfalls schwächer als erwartet. Im Wochenverlauf stehen noch die viel beachteten ISM-Stimmungsindikatoren für das Verarbeitende Gewerbe sowie der monatliche Arbeitsmarktbericht und auch die Zinsentscheidung der US-Notenbank an.

Mit Blick auf die Unternehmen haben bereits 80 Prozent derer, die im S&P 500 gelistet sind, ihre Geschäftsberichte vorgelegt. Allerdings fehlen noch ein paar Schwergewichte wie etwa die Google-Mutter Alphabet, die nach Handelsschluss ihre Zahlen vorlegte, sowie Apple und GM.

Im Dow litten die Aktien des Chipherstellers Intel weiterhin unter den in der vergangenen Woche gekappten Jahresumsatz- und Gewinnprognosen. Sie büssten am Index-Ende 2,5 Prozent ein und weiteten damit ihr neunprozentiges Minus vom Freitag aus. Aktien von Banken waren indes gefragt: JPMorgan und Goldman Sachs legten als Favoriten im Wall-Street-Index um 1,4 bzw. 1,9 Prozent zu.

Die Papiere der Ölgesellschaft Chevron reagierten mit plus 0,5 Prozent kaum darauf, dass der US-Ölförderer Anadarko mit Occidental Petroleum über dessen Kaufangebot verhandeln will. Der Ölproduzent Occidental bietet bislang rund 38 Milliarden US-Dollar in bar und eigenen Aktien und hatte damit die Offerte von Chevron in Höhe von insgesamt 33 Milliarden Dollar in bar und in eigenen Aktien übertrumpft. Anadarko, die seit Anfang April steil gestiegen waren, legten noch etwas weiter zu und gewannen 0,2 Prozent. Die von Occidental sanken indes noch etwas weiter, und zwar um 1,9 Prozent.

Analystenstudien gaben zudem den Papieren des Softwareunternehmens Adobe und der American Airlines Group Auftrieb. Adobe gewannen nach einer frisch ausgesprochenen Kaufempfehlung von Morgan Stanley 1,5 Prozent. Die Papiere der Holdinggesellschaft American Airlines, zu der die gleichnamige Fluggesellschaft gehört, profitierten von einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank und stiegen um 2,2 Prozent.

Am US-Rentenmarkt büssten zehnjährige Staatsanleihen 10/32 Punkte auf 100 24/32 Punkte ein und rentierten mit 2,534 Prozent. Der Eurokurs legte im US-Handel zu und kostete zum Börsenschluss an der Wall Street auf 1,1183 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1150 (Freitag: 1,1133) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8969 (0,8982) Euro. (awp/mc/ps)

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