US-Eröffnung: Steigende Ölpreise und Goldman-Zahlen belasten

US-Eröffnung: Steigende Ölpreise und Goldman-Zahlen belasten
(Adobe Stock)

New York – Nach den vorläufig gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran und dem daraus resultierenden Ölpreisanstieg sind die US-Aktienbörsen mit negativer Tendenz in die neue Börsenwoche gestartet. Auch die deutlich negative Kursreaktion auf die Quartalszahlen der Investmentbank Goldman Sachs hinterliess am Montag Spuren. Standardwerte litten besonders, Tech-Aktien berappelten sich zuletzt etwas.

So ging es für den Dow Jones Industrial im frühen Handel um 0,57 Prozent auf 47.645 Punkte bergab. Der technologielastige Nasdaq 100 legte um 0,07 Prozent auf 25.134 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,04 Prozent auf 6.814 Zähler nach.

In Reaktion auf die abgebrochenen Nahost-Gespräche kündigte US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade der Strasse von Hormus an, die an diesem Montag ab 16 Uhr mitteleuropäische Zeit beginnen soll. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen, drohte Trump. Die Vereinigten Staaten wollen damit verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden.

Entsprechend legten zu Wochenbeginn die Ölpreise wieder zu. Dies belastet die Konjunktur und trübt die Gewinnaussichten von Unternehmen ein, weshalb die Aktienmärkte darauf negativ reagieren. Nicht so Papiere von Ölkonzernen, die von höheren Ölpreisen profitieren: Chevron und ExxonMobil gewannen am Montag jeweils 1 Prozent und stemmten sich damit gegen ihren Abwärtstrend seit Ende März.

Aktien von Fluggesellschaften wie United Airlines , American Airlines , Delta Air Lines oder Southwest rutschten wegen steigender Treibstoffkosten im Zuge der hohen Ölpreise um teils mehr als 2 Prozent ab.

Goldman Sachs erzielte im ersten Quartal einen überraschend starken Gewinnsprung. Analysten bemängelten aber das schwache Abschneiden im Handel mit festverzinslichen Papieren, Währungen und Rohstoffen. Die Goldman-Aktien verloren fast 4 Prozent. Die Papiere von Konkurrent JPMorgan , der am Dienstag über die Quartalsentwicklung berichtet, gaben nur um 0,7 Prozent nach. (awp/mc/pg)

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