US-Schluss: Dow Jones kaum verändert

US-Schluss: Dow Jones kaum verändert

New York – Wenige Tage vor der Notenbanksitzung und den monatlichen Arbeitsmarktdaten haben sich die US-Standardwerte am Montag kaum verändert gezeigt. Die Nasdaq-Indizes gaben zugleich moderat nach. Nachdem Hoffnungen auf geldpolitische Massnahmen der Notenbanken in den USA und Europa eine Rally an den US-Börsen ausgelöst hatten, seien die Anleger wieder zurückhaltender geworden, sagten Börsianer.

Der Dow Jones Industrial , der im Tagesverlauf bei knapp 13.129 Punkten zeitweise den höchsten Stand seit Anfang Mai erreicht hatte, ging schliesslich mit minus 0,02 Prozent auf 13.073,01 Punkte aus dem Handel. Der marktbreite S&P 500-Index hielt sich ebenfalls stabil mit minus 0,05 Prozent bei 1.385,30 Punkten. An der Technologiebörse fiel der Nasdaq Composite Index dagegen um 0,41 Prozent auf 2.945,84 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor zugleich 0,19 Prozent auf 2.642,12 Punkte.

Neben den Leitzinsentscheidungen in den USA und Europa am Mittwoch und Donnerstag, zu denen insbesondere auf Aussagen zur weiteren Geldpolitik gewartet wird, stehen im Wochenverlauf die Arbeitsmarktdaten für Juli im Fokus. Experten rechnen mit eher mässigen Zahlen. Diese anstehenden wichtigen Ereignissen «machen die Anleger ein wenig nervös», sagte ein Investmentstratege.

Im Dow zählten die Titel von AT&T zu den grössten Gewinnern mit plus 0,78 Prozent auf 37,43 US-Dollar. Der Telekomkonzern hat sein Aktienrückkaufprogramm kräftig aufgestockt. Der Verwaltungsrat genehmigte den Kauf von zusätzlichen bis zu 300 Millionen eigenen Aktien. Dies entspricht einem Anteil von fünf Prozent der im Handel befindlichen AT&T-Titel. Coca-Cola gewannen als Index-Favorit 1,39 Prozent hinzu. Der weltgrösste Limonadenhersteller erhält bis 2013 eine neue Konzernstruktur.

Schwächster Index-Wert waren zugleich die Aktien der Bank JPMorgan mit einem Abschlag von 2,03 Prozent. Sie litten laut Händlern unter einer Abstufung auf «Hold» durch die Deutsche Bank. Die Anteilsscheine der Bank of America sanken um 0,41 Prozent.

Im Nasdaq 100 büssten die Aktien von Yahoo 0,93 Prozent ein. Sie litten darunter, dass der massive Stellenabbau dem schwächelnden Internet-Konzern teurer kommt als gedacht. Das Unternehmen rechnet jetzt mit Kosten von 170 bis 200 Millionen Dollar vor Steuern, wie aus am Wochenende veröffentlichten Unterlagen bei der Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Im April hatte Yahoo noch Belastungen von 125 bis 145 Millionen Dollar veranschlagt. Der seit Jahren kriselnde Online-Pionier streicht 2.000 von zuvor 14.000 Arbeitsplätzen.

Apple dagegen gewannen als einer der Spitzenwerte im Nasdaq-Auswahlindex 1,64 Prozent. Der mit Spannung erwartete Patentprozess von Apple und Samsung in Kalifornien ist mit der Auswahl der zehn Geschworenen gestartet. Sie werden über die gegenseitigen Vorwürfe des Ideenklaus entscheiden müssen. Apple fordert in dem Verfahren mehr als 2,5 Milliarden Dollar Schadenersatz. (awp/mc/pg)

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