US-Eröffnung: Fünfter Tag im Plus

US-Eröffnung: Fünfter Tag im Plus

New York – Die wichtigsten US-Indizes haben am Freitag den fünften Tag in Folge zugelegt. Die anhaltend freundlichere Börsenstimmung lebt von der Hoffnung der Anleger auf weitere Fortschritte in der Lösung der europäischen Schuldenkrise. Dies trieb den Dow Jones Industrial am grossen Verfallstag an den Terminbörsen in der ersten Handelsstunde um 0,23 Prozent nach oben auf 11.459,33 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,13 Prozent auf 1.210,67 Punkte.

An der Nasdaq stieg der Composite-Index zog um 0,19 Prozent an auf 2.2612,05 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,45 Prozent höher bei 2.296,92 Punkten.

Nachdem die wichtigsten globalen Notenbanken am Vortag mit einer konzertierten Aktion zur Sicherung der Dollar-Liquidität für kräftigen Aufwind an den Börsen gesorgt haben, steht nun der zweitägige Gipfel der europäischen Finanzminister in Polen unter Beobachtung. Vor dem Hintergrund der zugespitzten Schuldenkrise ist erstmals in der Geschichte auch US-Ressortchef Timothy Geithner zu den Beratungen eingeladen. Das im September überraschend stark aufgehellte US-Konsumklima, das von der Universität Michigan ermittelt wurde, gab indes kaum Impulse.

Mit einem Kurseinbruch von mehr als 19 Prozent standen die Aktien von Research In Motion (RIM) im Fokus. Wie schon in den beiden Vorquartalen, hat der Handyproduzent auch im zweiten Geschäftsquartal mit seinem Zahlenwerk enttäuscht. Die schrumpfende Absätze zeigen, dass dem Blackberry-Hersteller die Kunden davon laufen, während Konkurrent Apple mit der Produktion seines iPhone kaum hinterher kommt. Umsatz und Gewinn waren hinter den Marktschätzungen zurückgeblieben und zudem erwartet der Konzern das bereinigte Ergebnis im Gesamtjahr nun nur noch am unteren Ende seiner bisherigen Zielspanne.

Die am Vortag besonders gefragten Aktien der Bank of America sanken um 1,77 Prozent an das Dow-Ende. Unternehmenskreisen zufolge erwägt die US-Bank, ihre Tochter Countrywide Financial notfalls Bankrott gehen zu lassen, falls die Milliardenklagen wegen angeblicher Hypotheken-Betrügereien des Hypothekenfinanzierers den Mutterkonzern schädigen werden.

Um 0,65 Prozent nach oben ging es dagegen für die Titel von Texas Instruments, nachdem der Chiphersteller am Vorabend nach Börsenschluss seine Quartalsdividende angehoben hat. (awp/mc/upd/ps)

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