US-Schluss: Einigung in Athen hebt Stimmung leicht

US-Schluss: Einigung in Athen hebt Stimmung leicht

New York – Die US-Börsen haben am Donnerstag nach einem richtungslosen Verlauf Gewinne verbucht. Allerdings bröckelte das Plus im Leitindex Dow Jones Industrial bis Handelsschluss wieder ab, so dass er nur knapp im positiven Terrain schloss. Wie bereits in Europa wurde die Stimmung am Markt letztlich leicht positiv davon beeinflusst, dass es in Griechenland nach zähen und langen Verhandlungen zu einer Einigung auf ein neues Sparprogramm gekommen ist. Wenig Beachtung fanden dagegen die heimischen Konjunkturdaten.

Der Dow Jones Industrial beendete den Tag mit einem Aufschlag von 0,05 Prozent bei 12.890,46 Punkten. Zeitweise war er bis auf knapp 12.925 Punkte gestiegen und hatte damit sein Hoch seit Mai 2008 weiter ausgebaut. Der S&P 500 legte am Schluss um 0,15 Prozent auf 1.351,95 Punkte zu. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite-Index um 0,39 Prozent auf 2.927,23 Punkte vor. Der Nasdaq 100 gewann 0,72 Prozent auf 2.563,93 Punkte und baute sein Elfjahreshoch weiter aus.

Der griechische Ministerpräsident hatte bestätigt, dass sich die Parteien in Athen auf Massnahmen geeinigt haben. Bis 2015 will Griechenland insgesamt 14 Milliarden Euro sparen, allein dieses Jahr sollen es 3,1 Milliarden sein. Die US-Konjunkturdaten waren indes gemischt ausgefallen: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche waren entgegen den Markterwartungen erneut gesunken. Die Lagerbestände der Unternehmen im Dezember waren dagegen stärker als erwartet gestiegen.

Im Dow waren die Aktien von Cisco Systems Schlusslicht mit minus 2,10 Prozent auf 20,00 US-Dollar und litten damit Börsianern zufolge vor allem unter Gewinnmitnahmen. Der weltgrösste Netzwerk-Ausrüster hatte wieder eine kräftige Nachfrage nach seiner Technik verzeichnet und im zweiten Geschäftsquartal zwischen November und Januar seinen Umsatz um 11 Prozent gesteigert. Der Gewinn war sogar dank eingedämmter Kosten um 44 Prozent gestiegen.

Unter den kleineren Einzelwerten stachen insbesondere Groupon ins Auge, die um knapp 14 Prozent einbrachen. Die mit viel Vorschusslorbeeren an die Börse gegangene Rabatt-Website schreibt weiterhin tiefrote Zahlen. Im Gesamtjahr war angesichts hoher Kosten ein Verlust in dreistelliger Millionenhöhe angefallen. Die Visa-Papiere dagegen legten nach Zahlen um 3,76 Prozent zu. Nach Mastercard und American Express hatte auch der Marktführer von der gestiegenen Kauflust seiner Kunden profitiert und im ersten Geschäftsquartal 16 Prozent mehr verdient als im Vorjahr.

Die News Corp-Titel büssten rund zwei Prozent ein. Der Abhörskandal bei der britischen Zeitung «News of the World» kostet Medienmogul Rupert Murdoch weiterhin richtig Geld. Alleine im zweiten Geschäftsquartal hatte das Unternehmen eine Belastung von 87 Millionen Dollar verdauen müssen.

Oracle hat den Aktionären für die auf Personalmanagement-Software spezialisierte Taleo Corporation ein Übernahmeangebot von rund 1,9 Milliarden Dollar gemacht. Während die Taleo-Aktien um etwas mehr als 17 Prozent nach oben sprangen, gewannen die Papiere des SAP-Konkurrenten 0,56 Prozent hinzu. (awp/mc/pg)

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