VP Bank: Chinesische Inflationsrate wieder auf dem Rückzug

Thomas Gitzel
von Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe.

Von Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe.

Vaduz – Die chinesische Inflationsrate geht im März von 3.2% auf 2.1% zurück. Damit liegt die Teuerung klar unter dem offiziellen Ziel von 3.5%. Der Rückgang ist vor allem auf fallende Lebensmittelpreise zurückzuführen. Der Preis für Schweinefleisch verbucht im direkten Monatsvergleich ein Minus von 9.1%.

In Anbetracht der Vogelgrippe und des damit einhergehenden geringeren Fleischverbrauchs dürfte die Inflationsrate in den nächsten Monaten weiter fallen. Grundsätzlich stünde der chinesischen Notenbank somit eine weitere Lockerung der Geldpolitik offen.

Immobilienpreise steigen weiter
Doch noch immer sorgt man sich in Peking um einen weiteren deutlichen Anstieg der Immobilienpreise. Ob die Zentralbanker tatsächlich von einer Zinssenkung oder einer Lockerung der Mindestreservesätze kurzfristig Gebrauch machen, bleibt vorerst fraglich. Letztlich dürfte aber wohl die chinesische Geldpolitik eine abhängige Variable der globalen Konjunkturentwicklung sein. Hellt sich das globale wirtschaftliche Umfeld in den kommenden Monaten nicht deutlich auf, könnte ein moderater geldpolitischer Lockerungskurs auf der Agenda stehen. (VP Bank/mc/ps)

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