Aarau: Neues Fussballstadion für 36 Mio Franken

HRS
Das neue Fussballstadion in Aarau soll 10'000 Zuschauerplätze bieten. (Visualisierung: HRS)

Aarau – Die HRS Real Estate AG, die Stadion Aarau AG und die Stadt Aarau haben die Ergebnisse ihres Workshop-Verfahrens zum «Plan B» sowie das weitere Vorgehen für den Aarauer-Stadionneubau vorgestellt. Mit den Abbruch- und Altlastensanierungsarbeiten soll im kommenden Mai begonnen werden. Die auf dem «Torfeld Süd» vorgesehenen Hochhäuser ermöglichten die Finanzierung des Stadions, schreibt HRS in einer Medienmitteilung.

Am 1. Mai dieses Jahres orientierten Vertreter der Stadion Aarau AG, der Stadt Aarau und der HRS Real Estate AG, dass das 2016 rechtskräftig bewilligte Bauvorhaben eines neuen Fussballstadions mit gewerblicher Mantelnutzung auf dem «Torfeld Süd» aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr zu realisieren sei. Dies insbesondere wegen struktureller Veränderungen im Detailhandel sowie wegen erhöhter Baukosten. Sie stellten aber gleichentags auch einen «Plan B» vor, der die Finanzierung des neuen Aarauer Stadions über Hochhäuser vorsah. Die dazu notwendige Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) fand vor den Sommerferien 2017 statt.

Plan B wird realisiert
Dieser «Plan B» wurde in den letzten Monaten unter der Führung der HRS Real Estate AG über ein Workshop-Verfahren mit drei Architekten-Teams sowie unter Teilnahme von Vertretern der Stadion Aarau AG, der Stadt Aarau und der Gemeinde Buchs sowie unter Beizug des Kantons ausgearbeitet. Das in vier Workshops erarbeitete Richtprojekt besteht aus dem «tiefergelegten» bisherigen Fussballstadion sowie aus vier unterschiedlich hohen Hochhäusern mit Wohn- und Gewerbenutzung rund um das Stadion. Bei dieser baulichen Anordnung kann das Fussballstadion auf dem «Torfeld Süd» zum damals vereinbarten Preis von 36 Mio. Franken erstellt werden, da die vier Hochhäuser für die nötige Querfinanzierung sorgen.

Am 6. Dezember reichte die HRS Real Estate AG der Stadt Aarau alle für die Realisierung des Richtprojekts relevanten Unterlagen und Pläne ein. Diese bat den Kanton bereits um eine dritte, finale Vorprüfung. So, dass der neu gewählte Stadtrat eine baldige Beschlussfassung über eine geänderte Bau- und Nutzungsordnung (BNO) mit anschliessender Auflage vorsehen kann. Die vom Einwohnerrat zu genehmigende Teilrevision sieht vor, dass auf dem Areal des «Torfelds Süd», nebst dem Stadion, auch vier städtebaulich eingepasste Hochhäuser mit entsprechenden Freiräumen erstellt werden können.

Baubeginn im Mai 2018
Die Altlastensanierung sowie die Abbruch- und Vorbereitungsarbeiten für das neue Fussballstadion erfolgen auf der Grundlage der bisherigen Baubewilligung. Da das Stadion im Vergleich zur ehemaligen Projektierung leicht geändert werden muss, ist aber ein Baugesuch für eine Projektanpassung nötig. Dabei geht es beispielsweise um die Tieferlegung des Gebäudes, um veränderte Zufahrten sowie um eine leichte Drehung des Baukörpers. Ansonsten wird das damals konzipierte Stadion mit seinen 10’000 Zuschauerplätzen erstellt. Läuft alles nach Plan, könnte der Spatenstich für das Stadion im Sommer 2019 und der «Ankick» in der Saison 2021/2022 erfolgen. Gemäss Vorgaben der Swiss Football League muss aber spätestens 2021 mit dem Bau eines neuen Stadions begonnen werden.

Stadion und Hochhäuser
Klar sei, dass die vier Hochhäuser ebenfalls gebaut werden müssen, schreibt HRS weiter. Sie stellten – nebst den vertraglich vereinbarten 36 Mio. Franken seitens der Stadt, der Ortsbürgergemeinde, des Kantons, der FC Aarau AG und der HRS Real Estate AG – die nötige Finanzierung des neuen Fussballstadions mit den zusätzlich benötigten Infrastrukturen und dem Boden sicher. Ohne Hochhäuser werde es im «Torfeld Süd» kein Stadion geben und ohne Stadion keine Hochhäuser. (HRS/mc/pg)

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