Aktienfokus: Swatch mit Gewinnmitnahmen

Der Titel sei inzwischen aber ohnehin hoch bewertet, begründeten Marktbeobachter die Gewinnmitnahmen. Bis um 11.05 Uhr büssen Swatch Group Inhaber in einem etwas leichteren Gesamtmarkt 1,0% auf 293,80 CHF ein. Die Papiere gingen bereits am Vortag um 1% tiefer aus dem Handel. Der Gesamtmarkt (SMI) sinkt im Vergleich dazu um 0,05%. Die Ankündigungen von Swatch hätten sehr wohl positiv überrascht, heisst es in Marktkreisen. Vor allem der sehr zuversichtliche Ausblick und das starke Wachstum im letzten Quartal hätten überzeugt. So habe der Umsatz um 1,7% über den Erwartungen von ZKB-Analyst Patrik Schwendimann.


Swatch überrascht nicht ganz unerwartet positiv  
Vontobel-Analyst Rene Weber streicht die mutmasslichen Marktanteilsgewinne von Swatch im Uhrensegment hervor. Während die Bieler einen Umsatzrückgang von 5,5% zu verkraften hatten, geht er davon aus, dass die Schweizer Uhrenexporte insgesamt um -23% nachgegeben haben. Nach den guten Zahlen von Tiffany und Richemont habe eine positive Überraschung von Swatch erwartet werden können, erinnert jedoch ZKB-Analyst Schwendimann. Es gelte zu beachten, dass die Aktie bereits eine fulminante Erholungsbewegung hinter sich hat (+157% seit dem Tiefpunkt). Seit seiner Hochstufung von Swatch im Juni habe der Valor um ganze 79% zugelegt und hat damit den Gesamtmarkt deutlich geschlagen. Der SMI weise seither ein Plus von 24% und der SLI eines von 28% auf.


ZKB stuft Swatch-Titel auf «Marktgewichten» ab
Luxusgüteraktien ziehen laut Schwendimann typischerweise dann wieder an, wenn der Newsflow am schlechtesten ist, und wiesen erste Gewinnmitnahmen auf, wenn sich das Umfeld wieder verbessert habe. Zudem weise Swatch verglichen mit Richemont eine Prämie von 19%, die nicht gerechtfertigt sei. Er stufe deshalb Swatch wieder auf «Marktgewichten» von «Übergewichten» um. Diesem Urteil mag sich Thomas Chauvet von der Citigroup nicht anschliessen: Die Prämie zur Branche ist seiner Meinung nach gerechtfertigt. Der Analyst verweist unter anderem auf die breite geographische Präsenz und die gesunde Bilanz von Swatch. Das «Buy»-Rating wird dementsprechend bestätigt. Auch Alessandro Migliorini von Helvea bleibt bei seine Kaufempfehlung. (awp/mc/ps/16)

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