Aktienfokus: UBS und CS auf Erholungskurs und deutlich fester

Für Unterstützung sorgen insbesondere die sich abzeichnende Rettung der US-Grossbank Citigroup sowie Aussagen von EBK-Direktor Daniel Zuberbühler zum UBS-Massnahmenpaket. Bis um 11.00 Uhr stehen UBS mit +9,3% auf 12,40 CHF und CS mit +7,3% auf 26,72 CHF gemeinsam an der Spitze des SMI/SLI. Allerdings sind die Titel mittlerweile von den Tageshöchstständen bei 12,60 CHF respektive 27,36 CHF etwas zurückgenommen worden. Der Gesamtmarkt steigt derweil um 2,56% auf 5’275,60 Punkte.


Erneuter Citigroup-Deal beflügelt
Im Handel wird die sich abzeichnende Lösung bei der Citigroup als sehr positiv für die Branche gewertet. Am späten Sonntagabend einigten sich die US-Regierung und das im Zuge der Finanzkrise ins Schlingern geratene Finanzhaus auf eine finanzielle Unterstützung. Unter anderem übernimmt die US-Regierung Bürgschaften von bis zu 306 Mrd USD. Zudem soll der angeschlagenen Bank eine Kapitalspritze über 20 Mrd USD zufliessen.


Citi-Aktien schnellen in Frankfurt nach oben
Spekulationen um die Zukunft von Citigroup hätten in der Vorwoche den gesamten Sektor stark belastet. Nachdem die Bank nun aber unter den staatlichen Rettungsschirm geschlüpft sei, werde das systemische Risiko deutlich reduziert, heisst es in Handelskreisen. Die Citigroup-Aktien dürften am Nachmittag an Wall Street mit deutlichen Kursgewinnen auf die bevorstehende Rettung reagieren. Im Frankfurter Handel steigen die Titel derzeit um 41,9%.


EBK schliesst weitere Staatshilfe für UBS nicht aus
Die Schweizer Banken – insbesondere UBS – erhielten am Markt zusätzlich noch durch den EBK-Direktor Daniel Zuberbühler Unterstützung. Zuberbühler meinte in einem Interview in der Sonntagspresse, dass die Frage, ob das bisher geschnürte Massnahmenpaket für die UBS ausreichen wird, offen sei. Er schloss dabei eine erneute Staatshilfe für die UBS nicht aus, falls sich die Krise an den Finanzmärkten weiter verschlimmert. Einer Fusion mit der CS erteilte er allerdings eine klare Absage.


UBS winkt ab
Im Laufe des Morgens nahm auch ein Sprecher der UBS zur Kapitalsituation Stellung. Im Moment sehe die UBS keine Notwendigkeit für eine weitere Kapitalspritze, sagte er. (awp/mc/ps/17)

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