Arabiens Börsen in Feierlaune

von Gérard Al-Fil

So knackte der Dubai Financial Market (DFM) am vergangenen Donnerstag die psychologisch wichtige Marke von 2,000 Punkten und pendelt sich derzeit auf einem Sechsmonatshoch ein. Treibende Kräfte waren Titel von Baufirmen: Marktführer Emaar Properties, der den über 820 Meter hohern und damit weltlängsten Turm «Burj Dubai» baut, legte in den vergangenen drei Monaten um 96 Prozent zu. Geld, das aus ausländischen Quellen stammt, steht nunmehr für 45 Prozent des DFM-Handelsumsatzen. Noch im März lag dieser Wert noch bei 35 Prozent.


Die saudiarabische Tadawul-Börse in Riad kämpfte sich vor wenigen Tagen erstmals wieder an die Marke von 6,000 Punkten zurück. Sein bisheriges Jahrestief sah den Markt, der für 45 Prozent der im Börsenkapitalisierung in den sechs arabischen Golfstaaten steht, am 9. März bei 4,130 Zählern. Gefragt sind im Königreich vor allem Versicherungswerte wie SABB Takaful und Aktien aus der Öl- und Petrochemie-Branche. Die Papiere des Marktführers Saudi Basic Industries Corporation (Sabic) haben sich seit Anfang Jahr im Wert mehr als dreifacht. Der Kurs der Sabic-Aktien gilt auch als regionaler Indikator.

 

An der Kuwait Stock Exchange (KSE) sorgte der Ausgang bei den Parlamentswahlen am 16. Mai, bei dem erstmals vier Frauen Sitze gewannen, für Erleichterung und löste eine Kaufwelle aus. Der KSE Preis-Index durchbrach die Marke von 8,000 Punkten bei hohen Umsätzen.


An der Börse Beirut stachen die Aktien der Immobiliengesellschaft Solidere in den letzten Monaten hervor. Solidere, die auch an an den Börsen Frankfurt und London kotiert sind, verliessen das Tal der Tränen und kletterten seit dem 1. Januar dieses Jahres um 15 Prozent. Dieser Trend dürfte sich nach dem klaren Wahlsieg der pro-westlichen Hariri-Koalition bei den Parlamentswahlen im Libanon am vergangenen Sonntag fortsetzen. Die Familie Hariri ist Haupteigentümerin bei Solidere.

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