Arcelor Mittal trotz Umsatzrückgang mit Gewinnsprung

Der Überschuss sei dank der steigenden Stahlpreise proforma von 1,8 Milliarden im zweiten Quartal auf 2,1 Milliarden US-Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen am Montag in Amsterdam mit. Der operative Gewinn (EBITDA) verbesserte sich von 3,5 Milliarden auf 4,354 Milliarden Dollar und lag damit über den Schätzungen der von AFX News befragten Experten in Höhe von maximal 4,2 Milliarden Dollar.


Umsatz überraschend rückläufig
Der Umsatz des Stahlkochers ging allerdings überraschend zurück. Zwischen Juli und September verringerte er sich im Vergleich zum Vorquartal auf 22,05 (Q2: 22,4) Milliarden Dollar. Analysten hatten mit Erlösen zwischen 22,9 und 24,2 Milliarden Dollar gerechnet.


Mit den Quartalsergebnissen zufrieden
Finanzchef Aditya Mittal zeigte sich mit den Quartalsergebnissen zufrieden. Das angekündigte saisonal bedingt niedrige Produktionsvolumen sei durch einen starken Anstieg der Stahlpreise ausgeglichen worden, sagte er. Die Integration verlaufe sehr gut. «Wir sind auf bestem Weg, die Prognose für das Gesamtjahr zu erfüllen.»


Arcelor Mittal ernennt Lakshmi Mittal zum neuen CEO
Der frühere Mittal-Chef Lakshmi Mittal wird mit sofortiger Wirkung neuer Chef des weltgrössten Stahlkonzerns Arcelor Mittal. Damit löse er den erst im August ernannten Roland Junck ab, der von seinem Posten zurücktrete. Der Verwaltungsrat habe diese Veränderungen einstimmig beschlossen.


Mittal bleibt Verwaltungsratspräsident
Junck bleibe im Vorstand des Konzerns und werde zusätzlich zu bereits bestehenden Aufgaben zum Berater des neuen CEO Mittal. Mittal behalte neben seinem neuen Amt seine Funktion als Verwaltungsratspräsident.


Interessen von Arcelor Mittal optimal vertreten
Die Veränderungen sollten die Führung des Konzerns besser erkennbar machen, sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Joseph Kinsch. In den vergangenen Monaten sei deutlich geworden, dass die Interessen von Arcelor Mittal in der bisherigen Struktur nicht optimal vertreten waren. Die Neustrukturierung sei im besten Interesse der Anteilseigner. Junck fügte hinzu, er werde Lakshmi Mittal und dem Unternehmen seine volle Unterstützung geben. (awp/mc/ab)

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