Arthur D. Little erwartet zahlreiche neue Fusionen und Übernahmen auf den osteuropäischen Telekommunikations-Märkten

Arthur D. Little erwartet zahlreiche neue Fusionen und Übernahmen auf den osteuropäischen Telekommunikations-Märkten

Arthur D. Little erwartet auch weiterhin intensive M&A-Aktivitäten in den ost- und südosteuropäischen Telekommunikationsmärkten mit einem Transaktionsvolumen von mindestens 3,9 Milliarden Euro pro Jahr –  und zwar sowohl über die nächsten 18 Monate als auch darüber hinaus. Sowohl strategische Investoren, also die M&A-Abteilungen von Telekommunikationsunternehmen, als auch Finanzinvestoren können davon profitieren und ihre Deal-Pipelines trotz der aktuellen Kreditkrise auffüllen.  Der Arthur D. Little-Report «Mergers & Acquisitions: Bust or Boom in CEE Telecoms?» hat drei Treiber für weiterhin intensive M&A-Aktivitäten in osteuropäischen Telekommunikationsmärkten identifiziert: ausstehende Privatisierungen, eine neue Runde von CDMA- und WiMAX-Lizenzvergaben und einen zunehmenden Druck zur Marktkonsolidierung.


Finanzinvestoren dominieren
Die führenden westeuropäischen Telekommunikationsanbieter haben ihr Geschäft in Osteuropa jahrelang durch Akquisitionen aufgebaut. Dieser Trend flacht ab – beispielsweise hat im vergangenen Jahr nur mobilkom Austria seine Aktivitäten durch die Akquisition des weissrussischen Mobilfunknetzbetreibers Velcom ausgeweitet. Im laufenden Jahr 2008 hat bislang nur die Deutsche Telekom ihr Geschäft durch die Übernahme des griechischen Telekommunikationsdienstleisters OTE und dessen Tochterunternehmen in Südosteuropa erweitert.  Finanzinvestoren können von dem derzeit geringen Interesse strategischer Investoren profitieren, denn ein geringeres Kaufinteresse kann zu attraktiven Kaufpreisen führen. Bereits 2007 haben sie sechs der zehn grössten Akquisitionen in der osteuropäischen Telekommunikationsbranche getätigt. Vor allem Private Equity-Firmen, die sich bereits auf osteuropäische Telekommunikationsunternehmen spezialisiert haben, werden an Bedeutung zunehmen. Sie haben Erfahrung darin, die operativen Geschäftsprozesse dieser Unternehmen effizient zu gestalten und ihre oftmals veraltete Netzinfrastruktur zu modernisieren.


Privatisierungen und Lizenzvergaben als treibende Kräfte
«Wir erwarten im osteuropäischen Telekommunikationsmarkt in den nächsten 18 Monaten weiterhin viele Transaktionen. Eine Reihe Privatisierungen von Telekommunikations­unternehmen, die noch in staatlicher Hand sind, steht aus. Zusätzlich gibt es eine ganze Reihe anstehender Lizenzvergaben für die Funkstandards CDMA und WiMAX. Die Bewerbungen für solche Lizenzen werden meistens von Finanzinvestoren unterstützt, die die neuen Start-Up-Telekommunikationsanbieter nach ein paar Jahren weiterverkaufen wollen», sagt Karim Taga, Co-Autor des Reports und Director in Arthur D. Little’s Telecoms, Information, Media & Electronics (TIME) Practice in Wien.


Konsolidierungswelle bei Telekommunikationsanbietern
Der Report stellt fest, dass das aus Mergern erhoffte Wertsteigerungspotenzial immer schwieriger zu realisieren sein wird, da das Marktwachstum auch in Osteuropa nachlässt. Die meisten Ländermärkte dort haben Mobilfunkpenetrationsraten von über 100 Prozent erreicht.  «Das abnehmende Marktwachstum führt zu steigender Wettbewerbsintensität mit entsprechendem Druck auf die bislang hohen Gewinnmargen der osteuropäischen Telekommunikationsanbieter. Diese werden daher immer intensiver überlegen, ob sie ihre Margen durch Übernahme anderer  Netzbetreiber steigern können. Mittelfristig erwarten wir, dass die osteuropäischen Telekommunikationsmärkte eine Konsolidierungswelle erleben – ähnlich wie wir sie seit Jahren in westeuropäischen Telekommunikationsmärkten beobachten. Diese Entwicklung ist aus schweizerischer Sicht insbesondere für Swisscom relevant, die über ihre Tochterfirma Airbites in Bratislava lokale Festnetzanbieter in verschiedenen Städten in Osteuropa besitzt», sagt Oliver Lux, Co-Autor des Reports und Manager in der Telecoms, Information, Media & Electronics (TIME) Practice bei Arthur D. Little in Zürich.


(ADL/mc/hfu)




Über Arthur D. Little:
Arthur D. Little verbindet globale Präsenz mit einer starken Position im deutschsprachigen Raum. Als klassische Managementberatung konzentriert sich Arthur D. Little auf die Bereiche Strategie (Strategie&Organisation, Mergers&Acquisitions, Post Merger Integration, Restrukturierung, Cor-porate Finance, Customer Management und Marketing), Operations (Kostensenkung, Supply Chain Management, Information Management und eBusiness, Knowledge Management) sowie die traditionellen Schwerpunkte Technologie- und Innovationsmanagement.  Arthur D. Little arbeitet umsetzungsorientiert und unterstützt den Klienten in der Implementie-rungsphase aktiv. 75 Prozent der Berater haben vor ihrem Eintritt bei Arthur D. Little in der Industrie gearbeitet. Arthur D. Little ist seit Mai 2002 Mitglied im Altran Verbund, einem weltweiten Netzwerk von hochspezialisierten Technologieunternehmen. Im deutschsprachigen Raum verfügt die Unternehmensberatung neben dem Standort Wiesbaden über Büros in Berlin, Düsseldorf, München, Wien und Zürich mit insgesamt 250 Mitarbeitern. Arthur D. Little wurde 1886 von dem MIT-Professor Arthur Dehon Little in Cambridge (Mass./USA) gegründet und ist damit die erste Beratungsgesellschaft der Welt.


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.