Aussenhandel Juli: Exportüberschuss von 2’369 Millionen Franken

Die Exporte wuchsen im Juli nominal um 9,7% auf 19’283,0 Mio CHF (real: +4,3 %) und durchstiessen damit erstmals die 19-Mrd-CHF-Grenze in einem Monat. Arbeitstagbereinigt – der diesjährige Juli umfasste einen Arbeitstag mehr als der Vorjahresmonat – resultierte wertmässig ein Plus von 5,3% bzw. real stagnierten die Ausfuhren (+0,2%). Damit habe sich das abflachende Wachstum im Berichtsmonat fortgesetzt. Saisonbereinigt (Vormonatsvergleich) ergab sich nur eine leichte Abweichung gegenüber dem Juni 2008. Gemäss Mittelwertindex lagen die Exportgüterpreise insgesamt um 5,1% über jenen im Vorjahr. Unter Ausschluss der pharmazeutischen Produkte (Mittelwert: +14,7%) liegt der Preisanstieg gemäss Berechnungen lediglich bei 2%.


Wachstumstempo weiter verlangsamt
Die Importe stiegen um 5,6% auf 16’913,7 Mio CHF (real: +6,5%). Bei gleicher Anzahl Arbeitstage betrug die Zunahme 1,4 bzw. 2,3%. Das Wachstumstempo verlangsamte sich damit im Juli weiter, wenn auch nur leicht. Saisonbereinigt (Vormonatsvergleich) resultierte auch hier nur geringfügige Veränderungsraten, so die EZV in der Mitteilung. Der ermittelte Abschlag der Importgüterpreise von -0,9% sei unterzeichnet, und zwar aufgrund der erheblichen Sortimentsverschiebungen bei den Arzneiwaren (Mittelwertindex: -19,6%). Ohne die Pharmasparte dürften die Preise der Importwaren um rund 3% gestiegen sein, heisst es.


Exporte legen nominal um 7,9 Prozent zu
In den sieben Monaten 2008 wuchsen die Exporte mit nominal +7,9% (124’166,6 Mio CHF) stärker als die Importe mit +5,0% (112’243,1 Mio CHF). Real verzeichneten die Ausfuhren ein Minus von 1,6% und die Einfuhren ein Plus von 3,7%. Allerdings dürfte die ausgewiesene Mittelwertveränderung die effektive Preisentwicklung bei den Exporten (+9,6%) überzeichnen bzw. jene bei den Importen (+1,3%) unterzeichnen. Berechnet ohne die Pharmasparte beträgt der Anstieg bei den Exporten laut Medienmitteilung 3% und bei den Importen 4%.


Textil- und die Bekleidungsindustrie: Rückläufige Wachstumsraten
Bezogen auf die Exportbranchen erzielten die Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie die Uhrenindustrie zweistellige Wachstumsraten. Als einzige erlitten die Textil- und die Bekleidungsindustrie einen Rückgang. Der Überschuss in der Handelsbilanz schwoll daher auf 11’923,4 Mio CHF an. (awp/mc/ps/12)

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