Axel Springer: Inhalte bleiben offen für Suchmaschinen

Kostenlose journalistische Angebote im Netz seien «kein Naturgesetz», sagte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner am Mittwoch in Berlin. Der Konzern entwickle kostenpflichtige Inhalte für mobile Empfangsgeräte. Solange sich Google an die Spielregeln halte und die Medien an den Erlösen beteilige, bleibe die Suchmaschine ein unverzichtbarer Partner.


Einfache Zahlmethode im Fokus
Alle Möglichkeiten müssten ausprobiert werden, im Internet mit Journalismus Geld zu verdienen. Dafür sei notwendig, eine einfache Zahlmethode zu entwickeln. Murdoch hatte sich über Google und andere Suchmaschinen heftig beklagt. «Das sind Leute, die einfach alles aufsammeln und unsere Geschichten klauen», hatte der Medienunternehmer gesagt.


Digitale Medien mit Umsatzplus von über 20 %
Bei Axel Springer entwickelten sich laut Döpfner die digitalen Medien mit einem Umsatzplus von 20,4 Prozent im dritten Quartal auf 310,1 Millionen Euro (Vorjahr: 257,5 Mio Euro) zur dritten Ertragssäule des Konzerns. Hochprofitabel sei das Segment Zeitungen National trotz schwacher Werbekonjunktur.


Vorsichtiger Ausblick
Im dritten Quartal ging der Umsatz von Europas grösstem Zeitungshaus um drei Prozent auf 631,4 Millionen Euro zurück. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg unter anderem dank der Kostendisziplin auf 102,2 Millionen Euro (Vorjahr: 92,7 Mio Euro). Wegen der Werbeflaute gibt der Vorstand für das Gesamtjahr einen vorsichtigen Ausblick. Das Rekordergebnis von 2008 werde der Konzern aller Voraussicht nach nicht erreichen.


Bessere Geschäftsentwicklung im 3. Quartal
In den ersten neun Monaten 2009 lag der Konzernumsatz bei knapp 1,9 Milliarden Euro und damit um 5,4 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Die bessere Geschäftsentwicklung im dritten Quartal habe sich positiv auf den operativen Gewinn ausgewirkt. Mit 264,5 Millionen Euro sank er zwar um 13,7 Prozent. Der Rückgang sei aber durch Kostensenkungen deutlich geringer ausgefallen als noch zum Halbjahr 2009. Der bereinigte Konzernüberschuss lag in den ersten neun Monaten bei 130,1 Millionen Euro nach 165,4 Millionen Euro im Vorjahr. (awp/mc/ps/14)

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