Bank Linth unterstützt Übernahme-Angebot der LLB

Die Bank Linth soll an der SWX kotiert bleiben. Dadurch biete sich den Aktionären die Möglichkeit, auch in Zukunft an der Entwicklung der „gestärkten“ Bank Linth teilzuhaben, teilte die LLB mit.


VR empfiehlt Annahme des Angebots
Aus Sicht der Verwaltungsräte der LLB und der Bank Linth sei dieses Zusammengehen strategisch überzeugend und zudem aktionärs- und kundenfreundlich. Der Verwaltungsrat der Bank Linth bezeichnet das Angebot als freundlich und empfiehlt den Aktionären die Annahme.

LLB setzt Wachstumsstrategie fort
Mit der angestrebten Übernahme der Aktienmehrheit will die LLB ihre Wachstumsstrategie konsequent weiterverfolgen und ihre Aktivitäten in der Schweiz ausbauen. Die LLB wird zusammen mit der Bank Linth im attraktiven Wirtschaftsraum Zürich ? Ostschweiz ? Fürstentum Liechtenstein umfassende Bankdienstleistungen anbieten. Den Kunden der Bank Linth wird durch diese Partnerschaft ein erweitertes Angebot von Produkten und Dienstleistungen einer führenden Vermögensverwaltungsbank mit ausgezeichneter Eigenkapitalausstattung zur Verfügung stehen.


Optimale regionale Ergänzung
„Die Bank Linth soll innerhalb der LLB-Gruppe die Plattform für das Onshore-Banking in der Schweiz werden“, wird LLB Verwaltungsratspräsident Hans-Werner Gassner zitiert. Das beinhalte den Ausbau der Marktstellung im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie auch im Private Banking. Da keine geografischen Überschneidungen der beiden Marktgebiete bestünden, ergebe sich eine optimale regionale Ergänzung für beide Partner, so Gassner.


Synergien primär auf Ertragsseite
Die Liechtensteiner erwarten die Synergien, die sich aus der Übernahme ergeben, primär auf der Ertragsseite. Die Bank Linth werde ihre erfolgreich eingeschlagene Vertriebsbankstrategie fortführen, heisst es weiter. Die Bank habe ihre Stärken im angestammten Privat- und Firmenkundengeschäft. Zusätzlich soll zum „traditionell starken“ Zinsdifferenzgeschäft auch das Kommissionsgeschäft der Bank ausgebaut werden. Die LLB werde daher in der Vermögensverwaltung und im Fondsgeschäft den Ausbau des Private Bankings der Bank Linth vorantreiben. Aufwandseitig sollen vorhandene Einsparungsmöglichkeiten aktiv genutzt werden.


Publikation des Kaufangebots wahrscheinlich am 19. Dezember
Laut Mitteilung wird das öffentliche Kaufangebot „voraussichtlich“ am 19. Dezember publiziert. Der Start der Angebotsfrist ist für den 8. Januar geplant. Eine Nachfrist ist wahrscheinlich für den Zeitraum vom 9. bis zum 22. Februar 2007 vorgesehen. Nebst der Zweidrittelmehrheit ist auch noch die Zustimmung der zuständigen Behörden eine Bedingung, damit die Transaktion zustande kommt. Nach der Übernahme würde die „neue“ LLB-Gruppe pro forma gesamthaft 170’000 Kunden und 33 Standorte mit 828 Mitarbeitern zählen. Die pro forma Bilanzsumme würde 17,7 Mrd CHF und das verwaltete Vermögen (Money under Management) 59,9 Mrd CHF betragen. (awp/mc/pg)

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