Bank of America verlässt staatlichen Schutzschirm für Wertpapiere

Die Garantievereinbarung, die im Januar verkündet worden war, sollte die Bank vor Verlusten bei Wertpapieren im Volumen von 118 Milliarden Dollar schützen. «Wir sind froh, dass wir diese Sache erledigt haben und weiter voranschreiten», sagte Vorstandschef Kenneth D. Lewis. Die Einlagensicherung habe zudem dem Austritt der Bank aus dem Schuldengarantie-Programm zugestimmt. Mit den Massnahmen wolle die Bank die Abhängigkeit von der Regierung verringern.


Unklarheit über Staatsbürgschaft
Einem Bericht des «Wall Street Journal» zufolge war zuvor strittig gewesen, ob die Staatsbürgschaft für die Wertpapiere überhaupt zustandegekommen war. Sie sei im Januar zwar angekündigt, aber nie endgültig besiegelt worden. Die Bank of America habe eine Zahlung für die Bürgschaft daher zunächst abgelehnt. Die Behörden hingegen hätten vermutet, dass die Bank davon profitiert habe, weil der Markt von einem existierenden Schutzschild ausgegangen sei.


Bank of America verfehlt Frist bei Untersuchung
Am Montag war bekannt geworden, dass BoA die vom Kongress angeforderten Unterlagen zur Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch nicht wie verlangt eingereicht hat. Die Bank habe die Frist nicht eingehalten, sagte eine Sprecherin des zuständigen Untersuchungsausschusses am Montag. Die Frist war am Mittag (Ortszeit) ausgelaufen. Das Komitee nimmt die Details der Übernahme von Merrill-Lynch durch die Bank of America unter die Lupe. Bei der Untersuchung geht es auch um die Bekanntgabe von Verlusten der Investmentbank, die vor der Fusion angefallen waren. Zudem soll herausgefunden werden, welche Finanzspritzen die US-Regierung vor der Übernahme zugesagt hatte und inwieweit die Bank sich aus dem Deal wieder zurückziehen könnte.


Ausschussvorsitzender Edolphus Towns hatte der Bank of America bereits vorgeworfen, das Gremium mit völlig irrelevanten Informationen zu beliefern. In den Unterlagen habe sich unter anderem eine Einladung zu einer asiatischen Investorenkonferenz in chinesischer Sprache befunden. Ein Sprecher der Bank beteuerte am Montag hingegen, dass das Unternehmen dem Ausschuss die notwendigen Informationen liefern wolle. (awp/mc/pg/01)

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