Barack Obamas Drahtseilakt im Nahen Osten

Mit Sorge verfolgen Riad und Kairo den angekündgten Dialog Barack Hussein Obamas mit der Islamischen Republik Iran, als die er sie als erster amerikanischer Präsident in der korrekten Form bezeichnete. Denn: Saudiarabien buhlt mit dem Iran um die regionale Dominanz am Persischen Golf. Und Ägypten sieht sich von der pro-iranischen Hamas bedrängt, der palästinensischen Hausmacht im Gazastreifen, die von Teheran unterstützt wird. US-Präsident Obama wiederholte vor seiner Abreise nach Riad am Mittwoch gegenüber dem Nachrichtensender BBC World seine Absicht, er wolle dem Iran «bis Ende Jahr» Zeit geben, um eine Lösung im sogenannten Atomstreit zu finden.

 

Wettlauf um nukleare Energie

Teheran beharrt auf sein Recht nukleare Energie produzieren zu dürfen. Washington ist die Anreicherung von Uran ein Dorn im Auge, die auch in der Kernwaffenherstellung Verwendung findet. Die USA unterhalten seit 1980 keine diplomatische Beziehungen zum Iran, und sie haben gegen den Golfstaat eine Reihe von internationalen Wirtschafts- und Finanzsanktionen im VN-Sicherheitsrat durchgesetzt. Einzige Atommacht im Nahen Osten bleibt bis dato Israel. Um nicht am Ende mit leeren Händen dazustehen, haben die Golfstaaten Saudiarabien, V. A. E. und auch Ägypten eigene Nuklearprojekte ins Leben gerufen, doch dürften noch Jahre vergehen, bis zur Realisierung dieser Projekte. (mit Material von BBC World/gaf)

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