Bau-Konflikt: Neuer Arbeitsvertrag nun auch für Genfer Bauleute

Auf gesamtschweizerischer Ebene sind die Verhandlungen für einen neuen Landesmantelvertrag festgefahren.


Kantonale Verträge für 28 % aller Bauarbeiter
Nach den Abschlüssen in den Kantonen Tessin, Wallis, Waadt, Freiburg, Jura und Genf sind nun 28% aller Bauarbeiter in der Schweiz einem kantonalen Vertrag unterstellt, wie die Gewerkschaft Unia mitteilte. In Zürich forderte die Unia die Baumeister soeben auf, ebenfalls einem regionalen Vertrag zuzustimmen.


Unia fordert von SBV Akzeptanz des Landesmantelvertrags
Die kantonalen Abschlüsse zeigen nach Ansicht der Unia, dass der bisherige Landesmantelvertrag (LMV) und die im Dezember unter der Leitung von Mediator Jean-Luc Nordmann gefundene Lösung sowohl für die Baumeister als auch für die Gewerkschaften akzeptabel seien. Die Gewerkschaft forderte den Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) auf, den Vertrag zu akzeptieren. Denn die kantonalen Verträge seien Übergangslösungen. Um wirksam gegen Lohn- und Sozialdrückerei vorgehen zu können, brauche es einen gesamtschweizerischen Vertrag.


Für die Genfer Bauleute bedeutet der Vertragsabschluss eine generelle Lohnerhöhung von 100 Franken. Bei der umstrittenen Arbeitszeit verzichteten die Baumeister von sich aus auf die in der Mediation vereinbarten zusätzlichen Flexibilisierungselemente. Es gilt also weiterhin die Regelung des Landesmantelvertrags 2006, den der SBV im Mai letzten Jahres einseitig gekündigt hatte. (awp/mc/pg)

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