Baukonjunktur im 3. Quartal auf hohem Niveau stabil

Dabei zeigte sich die Baukonjunktur uneinheitlich. Während der Hochbau um 2,1% zulegte, schrumpfte der Tiefbau um 3,3%. Aufgrund der starken ersten Jahreshälfte seien die totalen Umsätze in den ersten neun Monaten im Bauhauptgewerbe nominell um 4% auf 12,6 Mrd CHF gestiegen, was ein Höchstwert seit 1990 sei, teilte der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) am Mittwoch mit.


Privater Sektor als Wachstumstreiber
Die Wachstumstreiber seien vor allem im privaten Sektor (+1,6) zu finden. Die Umsätze im Wohnungsbau gaben zwar seit langem wieder einmal leicht nach (-1,8%), seien aber mit 1,5 Mrd CHF immer noch über den Werten vom dritten Quartal 2004 und 2005, so der SBV. Die Auftragseingänge waren von Juli bis September 2007 stabil, was darauf hindeute, dass der Zenit im Wohnungsbau wohl definitiv erreicht sei. Unterstützt wird dies durch die rückläufige Anzahl der Baubewilligungen. Der hohe Arbeitsvorrat sei ein Zeichen für gut ausgelastete Kapazitäten und dürfte zu einer weichen Landung gegen Ende 2008 führen, heisst es weiter.


Gewerblicher und industrieller Bau mit Umsatz von über 800 Mio. Fr.
Im gewerblichen und industriellen Bau unterstreichen die Umsätze die derzeit allgemein gute Konjunkturlage. Im dritten Quartal seien über 0,8 Mrd CHF (+9,2 gegenüber Vorjahresquartal) umgesetzt worden. Der Auftragseingang sank gegenüber der Vorjahresperiode um 9,6%, liegen aber immer noch über dem langjährigen Durchschnitt. Die Umsätze im Tiefbau nahmen im Berichtsquartal um 3,3% auf 2,2 Mrd CHF ab, liegt aber immer noch im Schnitt der letzten vier Jahres. Diese Abnahme sei insbesondere auf die Rückgänge im öffentlichen Tiefbau (-4,5%) zurückzuführen, ist der Mitteilung zu entnehmen.


Anhaltend gute Baukonjunktur erwartet
Mit Blick auf die gemeldeten Bauvorhaben im letzten Quartal 2007 rechnet der SBV mit einer anhaltend günstigen Baukonjunktur. Die bisher beobachtete Dynamik des Wohnungsbaus dürfte hingegen nachlassen, schreibt der SBV. Sorgen würden nach wie vor die Ertragslage bereiten. Die volatilen und tendenziell steigenden Stahl- und andere Materialpreise sowie die deutlich höheren Energiepreise sowie höhere und neue Abgaben (LSVA, CO2) würden die Bauproduktion spürbar verteuern.


Ende September waren 82’200 Personen im Bauhauptgewerbe vollbeschäftigt, was einer Zunahme von 1% entspricht. Das Baustellenpersonal legte seit langem auf 66’700 leicht zu (+0,7%). (awp/mc/pg)

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