Biermärkte für Carlsberg schrumpfen in Ost- und Westeuropa

Vor allem wegen rückläufiger Absätze in Grossbritannien und den baltischen Ländern korrigierte Carlsberg die Gewinnerwartungen für dieses Jahr von 8,1 auf 7,9 Milliarden Kronen. Der dänische Konzern hatte schon im Sommer die Schliessung mehrerer Brauereien angekündigt und will als Erstes im Herbst einen Produktionsbetrieb im englischen Leeds stilllegen.


Keine Schliessungen in Deutschland
Von der Carlsberg-Tochter in Hamburg verlautete, dass es für deutsche Brauereien «weder Überlegungen noch Beschlüsse» zu Betriebsschliessungen gibt. Zu dem dänischen Unternehmen gehören in Deutschland neben Carlsberg die Marken Holsten, Feldschlösschen, Hannen Alt, Gatz Altbier, Duckstein, Astra und Lübzer. Die deutsche Tochter habe im dritten Quartal «ein ausgeglichenes Ergebnis» erzielt, sagte der Unternehmenssprecher. Man könne noch keine Zahlen nennen.


Kreditbelastungen durch Scottish-Newcastle
Carlsberg hat zusammen mit dem niederländischen Konkurrenten Heineken den früheren britischen Marktführer Scottish-Newcastle übernommen und sich danach dessen osteuropäische Aktivitäten einverleibt. Konzernchef Jörgen Buhl Rasmussen nannte als eine der dringlichsten Aufgaben, die daraus entstandene Kreditbelastung unter den «dramatisch veränderten Rahmenbedingungen» der derzeitigen Finanzkrise zu verringern. (awp/mc/pg/27)

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