Börsengang von Dong Energy wegen Finanzkrise aufgeschoben

Die Entscheidung von Finanzminister Lars Løkke Rasmussen galt in Kopenhagen als Notbremse und wurde offiziell mit den «deutlichen Verlusten an den internationalen Aktienmärkten» begründet. Dongs Aufsichtsratschef Fritz Schur sagte zu der Entscheidung: «Der Kursverfall war so kräftig, dass ein Verkauf zu diesem Zeitpunkt nach Meinung des Ministers wohl verantwortungslos gewesen wäre.»


Auf 2,7 Mrd Euro gehofft
Vor den Kursstürzen hatte die dänische Regierung nach Presseberichten mit etwa 20 Milliarden Kronen (2,7 Mrd Euro) aus der Veräusserung von 20 bis 30 Prozent der Dong-Aktien gerechnet. Der Staat hält 73 Prozent der Anteile beim grössten heimischen Stromerzeuger.


Mehrheitsbeteiligung im Visier
Zum Kauf angeboten werden sollten auch Aktien von Minderheitseignern, so dass die öffentliche Hand weiter mit 51 Prozent die Mehrheit gehalten hätte. Nach Medienberichten hätte sich der Marktwert durch den Börsengang von derzeit 55-60 Milliarden Kronen um knapp ein Drittel vermindert. Schon 2006 und 2007 waren Privatisierungspläne für Dong aus unterschiedlichen Gründen aufgeschoben worden.


Schlagzeilen in Deutschland
Dong ist in den letzten Monaten in Deutschland wegen umstrittener Pläne für den Bau eines Kohlekraftwerkes in Mecklenburg-Vorpommern in die Schlagzeilen geraten. (awp/mc/ps)

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