Bosch hat kein Interesse an Schaeffler

Das «Handelsblatt» hatte berichtet, Bosch und der US-Konzern Timken seien an der profitablen Industrie-Sparte Schaefflers interessiert. Die Zeitung schrieb unter Berufung auf Finanzkreise, es hätten bereits erste Gespräche stattgefunden. Schaeffler selbst will eine Zerschlagung vermeiden.


Aufsichtsratssitzung bei Conti
Der Aufsichtsrat des Autozulieferers Continental kommt an diesem Freitag in Frankfurt zu einer mit Spannung erwarteten Sitzung zusammen. Im Mittelpunkt dürfte die Lage des schwer angeschlagenen Grossaktionärs Schaeffler sowie die Zukunft von Schaeffler und Conti stehen. In Kreisen des Aufsichtsrats hiess es im Vorfeld des Treffens, das Gremium erwarte von der Schaeffler-Führung ein «belastbares» Konzept, wie es weitergehen solle. Der fränkische Autozulieferer hatte sich durch die auf Pump finanzierte Conti-Übernahme hoch verschuldet, hat einen Milliarden- Kapitalbedarf und bittet um Staatshilfen.


Erneute Schlappe für Schaeffler
Schaeffler hatte am Donnerstag vor Gericht erneut eine Schlappe erlitten. Der designierte neue Conti-Aufsichtsratschef und Schaeffler-Berater Rolf Koerfer darf nicht an der Sitzung des Aufsichtsrats am Freitag teilnehmen, auf der er ursprünglich zum neuen Conti-Aufsichtsratschef gewählt werden sollte.


Gericht hält an Entscheid fest
Das Landgericht Hannover hielt auch nach einer Einwendung Koerfers an seiner vorläufigen Entscheidung fest, Koerfers Bestellung in das Gremium durch das Amtsgericht vorübergehend ausser Kraft zu setzen. Koerfer wird aus dem Aktionärskreis ein Interessenkonflikt vorgeworfen. Neben Koerfer waren auch Firmeneigentümerin Maria- Elisabeth Schaeffler, ihr Sohn Georg sowie Geschäftsführer Jürgen Geissinger für den Conti-Aufsichtsrat nominiert worden. (awp/mc/ps/17) 

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