Burkhalter erzielt 2008 Rekordergebnis

Im Geschäftsjahr 2008 kletterte der Umsatz auf 420 (401) Mio CHF. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg auf 20,5 (19,5) Mio CHF. Das ordentliche Konzernergebnis liegt bei 13,4 (11,4) Mio CHF. Das Konzernergebnis beträgt unter Berücksichtigung der einmaligen Zuflüsse aus dem Verkauf von Liegenschaften und der Kosten im Rahmen des Börsengangs 19,8 (11,4) Mio CHF. Nach diesem Ergebnis beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Nennwertreduktion von 7 CHF pro Namenaktie.


Erfolgsstory dezentrales Geschäftsmodell
Der Schlüssel zum Erfolg von Burkhalter liegt nach Darstellung von Konzernchef Marco Syfrig im «dezentralen Geschäftsmodel». Die Gruppe umfasst nämlich 31 operative, jeweils von einem Geschäftsführer weitgehend autonom geführte Gesellschaften. Wenn sich eine Gesellschaft schlechter entwickele, werde dies von anderen Teilen des Konzerns kompensiert.


«Nerven behalten»
Vom gegenwärtigen intensiven Preisdruck in der Branche lasse man sich nicht beeinflussen, so Syfrig. Die Konkurrenz nehme teilweise Aufträge zu jedem Preis an. «Da heisst es Nerven behalten – wir wollen hier nämlich nicht mitmachen». Eine Strategie, die sich aus Sicht des Konzernchefs auszahlt. «Wir haben eine gute Auslastung», so Syfrig. Eine Auslastung von 90% sei vorteilhafter, da nämlich mit der verbleibenden Kapazität, Kunden kurzfristig sehr schnell zufrieden gestellt werden könnten.


Zuversichtlicher Blick in die Zukunft
Für die weitere Geschäftsentwicklung zeigt sich Burkhalter trotz der allgemein prognostizierten weiteren Konjunkturabschwächung optimistisch. «Wir rechnen im laufenden Jahr mit einem Konzernergebnis auf Vorjahresniveau, vielleicht sogar mit einer Zunahme», sagte der Konzernchef. «Wir werden 2009 sicherlich nicht mit einem Einbruch konfrontiert», ergänzte VR-Präsident Gaudenz Domenig. Der Auftragsbestand, der gegenwärtig etwa auf Vorjahresniveau liege, weise darauf hin, dass es «ein vernünftiges Jahr» werde.


Getätigte Zukäufe Jahrs verdauen
Hinsichtlich Akquisitionen will das Unternehmen 2009 etwas kürzer treten und vorerst die Zukäufe des vergangenen Jahrs verdauen. «Wir müssen zunächst integrieren», sagte der VRP. «Grundsätzlich finden natürlich Gespräche statt, aber wir müssen auf die Bremse treten, um das Ganze intern zu verkraften», ergänzte der CEO.


Aktie legt kräftig zu
Die Anleger und Analysten zeigten sich von den ausgewiesenen Zahlen und dem Ausblick überzeugt. Die Titel stiegen am Mittag um mehr als 6% auf 88,00 CHF. Am 20. Juni 2008 hatte sich Burkhalter erstmals dem Anlegerpublikum geöffnet. Der Erste Kurs der neuen Namensaktien lag damals bei 115,00 CHF und kletterte Anfang Juli auf ein Allzeithoch von 119 CHF. Das aktuelle Minus zu diesem Höchststand liegt bei rund 26%. (awp/mc/ps/10)

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