Centris migriert SWICA auf die Swiss Health Platform

Seit 2007 betreibt die solothurnische Centris AG unter der Marke Swiss Health Platform (SHP) eine moderne Gesamtlösung für Kranken- und Unfallversicherer. SWICA ist der zweite Kunde der Centris, der auf die Plattform migriert wurde. Gleichzeitig wurde die SHP mit dem Ausbau des Firmenkundengeschäfts, der Integration der Unfallversicherung und neuen Komponenten für die Geschäftsprozessführung und -abwicklung erfolgreich erweitert.
 
Hinter der Swiss Health Platform stehen die Centris als Generalunternehmerin sowie das IT-Beratungs- und -Dienstleistungsunternehmen CSC, der Softwareanbieter Adcubum und der Hardwarelieferant HP. Von der Schweizer Firma Adcubum stammt der Kern der SHP, die Versicherungs-Standardsoftware adcubum SYRIUS®. CSC hat als System­integrator für die Centris zunächst das Basissystem zur Verfügung gestellt und die Centris anschliessend beim Aufsetzen ihres Kunden SWICA unterstützt.
 
Effizienteres Tagesgeschäft, raschere Auskünfte, weniger Rückfragen
Mit rund 1400 Mitarbeitenden an über 60 Standorten ist SWICA einer der grössten Kranken- und Unfallversicherer der Schweiz. Das Unternehmen betreut über eine Million Privat- und mehr als 25 000 Firmenkunden; das Angebot umfasst sowohl Kranken- und Unfall- als auch Taggeldversicherungen sowie Gesundheitszentren.
 
Einerseits betreibt SWICA heute auf der SHP das gesamte Backoffice: die Vertrags­verwaltung, die Leistungsabrechnung, sämtliche In-/Exkassoabläufe mit Schnittstellen zur Buchhaltung und zum Betreibungssystem, die Pflege der Kundenbeziehungen und nicht zuletzt das gesamte Dokumentenmanagement. Andererseits nutzt SWICA die in der SHP enthaltenen Auskunfts-, Führungs- und Workflow-Systeme und setzt diese für den Datenaustausch mit Leistungserbringern, Mitversicherern und Behörden ein.
 
Unterstützung durch Workflows
Die Swiss Health Platform umfasst ein ausserordentlich grosses Leistungsspektrum und integriert die bestehenden Systeme von Kunden und Drittanbietern. Sie hat die Abläufe im Tagesgeschäft von SWICA erheblich vereinfacht. Im Wesentlichen ist die Effizienzsteigerung auf Automatisierungen und die Unterstützung durch Workflows zurückzuführen. Diese verbinden online mehrere Systeme miteinander, z.B. für die elektronische Rechnungsprüfung oder zur Unter­stützung des Fall­managements und des Akquisitionsprozesses.
 
Früher musste der Sachbearbeiter bis zu fünf verschiedene Masken abrufen, um Informationen zu einem Versicherten zusammenzutragen. Heute stellt ihm eine neu entwickelte Auskunftsmaske alle Angaben wie Name und Adresse des Versicherten, seine Zahlungsverbindung, die Verträge und Deckungen, allfällige individuelle Prämien­verbilligungen oder die beanspruchten Kostenbeteiligungen im laufenden Jahr auf einen Mausklick zur Verfügung.
 
Sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis
Aus Sicht der SWICA besonders erfreulich ist das sehr gute Kosten-Nutzen-Verhältnis der neuen Gesamtlösung. Selbst wenn interne und externe Kosten addiert werden, dürften die Investitionen anderer Krankenversicherer für vergleichbare Lösungen deutlich höher liegen. Die Gründe finden sich in dem bewährten «Shared-Services-Modell»: Die SHP-Kunden beteiligen sich an der Vorfinanzierung einer gemeinsamen Standardplattform, ohne an Individualität einzubüssen. Durch die Nutzung von Synergien zwischen Integrations- und Betriebsprojekten sowie die konsequente Minimierung von Doppelspurigkeiten entstehen für alle Beteiligten niedrigere Investitions- und Betriebs­kosten. Die Branchenlösung kann darüber hinaus in Zukunft jederzeit den Marktbedürfnissen und gesetzlichen Bestimmungen angepasst werden.
 
Béla Matyas, Mitglied der Geschäftsleitung SWICA, stellt fest: «Mit Centris verfügen wir seit vielen Jahren über einen erfahrenen und zuverlässigen IT-Partner. Alle Projektphasen ? von der Spezifikation der Bedürfnisse über die Realisierung bis zur Implementierung ? konnten mit Centris erfolgreich gemeistert werden. Dank SYRIUS® besteht nun eine Gesamtsicht über die Versicherungssparten Heilungskosten, Lohnausfall bei Unfall und Krankheit sowie UVG in einem System. Dies bringt für die Kunden und SWICA grosse Synergien und vermeidet Missverständnisse. Mit SYRIUS® und den Workflow- und Archivkomponenten der SHP, die von Centris entwickelt wurden, konnten wir die Prozesse einfach und effizient gestalten. Die moderne Benutzeroberfläche von SYRIUS® ist anwenderfreundlich, intuitiv bedienbar und übersichtlich. Durch diese grossen Erleichterungen können unsere Mitarbeiter, getreu der SWICA-Qualitätsstrategie, mehr Zeit für die Kundenanliegen und -betreuung aufwenden.»
 
Weitere Migrationen in Planung 
SWICA wurde innerhalb von fünf Tagen in das neue System überführt und war vom ersten Tag an voll funktionsfähig. Alle Daten waren vollständig und rasch abrufbereit. Neben dem Kernsystem SYRIUS® enthält und integriert die SHP jetzt zahlreiche weitere Komponenten, z.B. ein Dokumenten- und Outputmanagementsystem, ein umfassendes Data Warehouse mit zugehörigen Auskunfts- und Auswertungssystemen, ein Framework für Workflows sowie automatisierte Leistungsabrechnungssysteme einschliesslich zugehöriger Tarif- und Referenzdatenverwaltung.
 
Mit der Migration von SWICA ist die Entwicklung der SHP abgeschlossen. Weitere bestehende Kunden der Centris haben die Migration zugesichert. Sie werden nun zunehmend parallel auf die SHP portiert werden können. (Centris/mc)






Über die Centris AG
Die Centris AG zählt zu den führenden Dienstleistern für modulare IT-Lösungen im Schweizer Markt der Kranken- und Unfallversicherer und ist eine der grössten Arbeitgeberinnen der Stadt Solothurn. Im 2002 aus der Stiftung reso hervorgegangen, welche ihren Ursprung im Jahr 1947 hat, verwaltet das Unternehmen heute die Daten von rund 1,5 Mio. Versicherten in der ganzen Schweiz. Zu den Kunden der Centris zählen unter anderem SWICA, Innova, Aquilana, Allianz Suisse, Die Mobiliar und die Vaudoise Versicherungen. Im Jahr 2009 erwirtschafteten die rund 160 Mitarbeitenden einen Umsatz von 45,2 Mio. Franken. Insgesamt arbeiten auf Kundenseite rund 4500 Anwender mit den Systemen der Centris, auf denen sie pro Jahr mehr als 350 Mio. Transaktionen tätigen.

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