CH-Ausblick: Gut gehalten – wenig Impulse – Bâloise unter Druck

Mit Argusaugen werden wie üblich die Finanzwerte beobachtet. Händler verweisen auf eine Statistik, wonach die Zahl der Problembanken in den USA auf den höchsten Stand seit 2003 gestiegen ist. Impulse dürften dem Handelsgeschehen im Laufe des Tages die zahlreichen makroökonomischen Daten aus den USA und dem Euroraum geben. Hierzulande stehen nach Zahlen Bâloise im Fokus.


Um 8.27 Uhr steht der von Clariden Leu berechnete vorbörsliche SMI 1,85 Punkte bzw. 0,03% höher auf 7’095,57 Punkten. Bâloise fallen nach Halbjahreszahlen um 3,8%. Der Erstversicherer hat wegen geringerer Investmenterträge den Nettogewinn fast halbiert und die Analystenerwartungen deutlich verfehlt. Das Versicherungsgeschäft hat sich dagegen gut entwickelt. Die Bâloise bestätigte in der Folge ihre langfristigen Ziele und hat für das laufende Jahr eine unveränderte Dividende in Aussicht gestellt.


Die Bankenwerte CS (-0,5%) und UBS (+0,1%) tendieren vorbörslich uneinheitlich. Novartis (vorbörslich unverändert) könnten nach Ansicht von Händlern von einer Empfehlung der britischen Gesundheitsbehörde NICE für das Augenmedikament «Lucentis» profitieren. Aus charttechnischer Sicht treffe der Titel bei 61,72 CHF auf einen Widerstand. Novartis schlossen am Dienstag bei 60,50 CHF.


Clariant (-0,5%) dürften unter einer Rückstufung auf «Underweight» durch Morgan Stanley leiden. Das Brokerhaus erachtet das Erreichen der für 2010 angepeilten Ziele als zusehends fraglich. Das Kursziel wurde ebenfalls gesenkt. Für Ciba (-0,2%) hat die UBS ihr Kursziel auf 25 CHF gesenkt. Das Rating lautet unverändert «sell». Im breiten Markt dürften Siegfried im Fokus stehen. Die Zofinger Pharmagruppe konnte im ersten Halbjahr ihre operative Marge auf 17,9% von 13,6% steigern, rechnet im Gesamtjahr jedoch wegen hoher Investitionen mit einer Marge von knapp weniger als 10%. (awp/mc/ps/09)

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