CH-Ausblick: Schwächere Eröffnung erwartet – Gewinnmitnahmen

Dies verlautete aus Händlerkreisen. So verlor etwa der Future auf den US-Leitindex Dow Jones seit dem Europa-Schluss rund 1,5%. «Insgesamt bleibe das Geschäft aber volatil und sehr volumenschwach. Nach wie vor ist Stockpicking angesagt», sagte der Händler. Langfristig orientierte Investoren seien nach wie vor nicht in Sicht. Im Verlauf könnten Konjunkturdaten aus Deutschland und der EU sowie am Nachmittag aus den USA laut Ruland nochmals Bewegung bringen.


Der von Clariden Leu berechnete vorbörsliche SMI steht um 08.20 Uhr 0,61% tiefer bei 4’897,47 Punkten.


Insgesamt sind vorbörslich bei den Blue Chips nur wenige kursrelevanten News vorhanden. Roche (vorbörslich einziger Gewinner mit +0,7%) kann allerdings gleich zwei Erfolge für Avastin zur Behandlung von Hirnkrebs vermelden. In den USA hat der vorberatende Ausschuss der Gesundheitsbehörde FDA das Medikament einstimmig zur beschleunigten Zulassung gegen bereits zuvor behandeltes Glioblastom empfohlen. Zudem hat die europäische Zulassungsbehörde EMEA eine Zulassungseinschränkung für Avastin aufgehoben.


Bei UBS (-1,4%) kehrt der neue CEO Oswald Grübel mit eisernen Besen und setzt dabei auf alte Leute aus der CS. So hat die Bank den früheren CS-Schweiz-Chef Ulrich Körner per sofort zum Group Chief Operating Officer und CEO des Corporate Centers ernannt. Walter Stürzinger, derzeit noch COO des Corporate Centers, muss die Konzernleitung dagegen verlassen.


ABB verlieren 1,5%. «Wir spüren die Auswirkungen (der Wirtschaftskrise) in allen unseren Bereichen seit dem dritten Quartal des Vorjahres», sagt CEO Joe Hogan in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft». Bei einem massiven Rückgang des Auftragseingangs im ersten Halbjahr müssten zusätzliche Kostensenkungsmassnahmen getroffen werden.


Swisscom büssen vorbörslich 0,8% ein, im Verlaufe der Sitzung könnten hier allerdings steigende Kurse zu beobachten sein. Die Swisscom-Tochter Fastweb blicke weitgehend optimistisch auf das Geschäftsjahr 2009 und trotz ungünstiger Wirtschaftsaussichten biete der italienische Markt noch Raum für Wachstum, sagte Fastweb-CFO Mario Rossi im Gespräch mit awp. Preissenkungen bei Privatkunden stünden vorerst nicht zur Debatte und im Geschäft mit Firmenkunden winkten grössere Aufträge. Entsprechend halte man an den Umsatz- und Gewinnzielen für das laufende Jahr fest, sagte er.


Auch im breiten Markt sind nur mässig viele News vorhanden. Mit Nationale Suisse und Warteck haben allerdings zwei Unternehmen noch Zahlen für das letzte Geschäftsjahr veröffentlicht. (awp/mc/ps/05)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.