CH-Eröffnung: Erholung setzt sich fort

Gegen Handelsende hatte der US-leitindex jedoch einen grossen Teil noch grösserer Verluste aus dem frühen Geschäft wieder wettgemacht. Angesichts der zu Wochenbeginn noch dünnen Nachrichtenlage und der Tatsache, dass wegen Feiertagen die Börsen in China und Korea geschlossen blieben und auch in den USA wegen des „Presidents Day“ nicht gehandelt wird, rechnen Marktteilnehmer mit eher unterdurchschnittlichen Handelsvolumina. Dies könnte zu einer leicht erhöhten Volatilität führen.


Der SMI legt bis um 09.30 Uhr 0,51% auf 6’448,63 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende SLI steigt um 0,53% auf 976,85 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,51% auf 5’559,86 Punkte.


Im Fokus bleiben hierzulande die Banken mit den anhaltenden Diskussionen um das Bankgeheimnis und um gestohlene Kundendaten. Die Aktien der Grossbanken, welche in der Vorwoche ihre Ergebnisse vorgelegt hatten, tendieren derzeit wie der Gesamtmarkt klar fester. CS ziehen um 0,7% an und UBS um 0,4%. Der VR-Präsident der Credit Suisse, Hans-Ulrich Doerig, hatte am Wochenende in einem Gespräch mit Radio DRS Deutschland eine Steueramnestie empfohlen. Weiter erklärte Doerig, dass die CS eine Weissgeld-Strategie anstrebe.


An der Spitze des SMI/SLI stehen allerdings GAM (+1,4%) und Swatch (+1,2%). Swatch hatten bereits in der Vorwoche mit einem satten Plus von 8,7% die Bluechips dominiert.


Auch Roche (Vorwoche +5,0%) und Nestlé (Vorwoche +4,1%) setzen den Höhenflug fort und legen aktuell weitere 0,7% bzw. 0,4% zu.


Givaudan (+1,0%) gehören im Vorfeld der Ergebnispräsentation vom morgigen Dienstag zu den gesuchten Aktien. Von den Unternehmen, welche diese Woche ebenfalls Zahlen vorlegen ziehen Swiss Re (+0,7%) überdurchschnittlich an, ABB und Actelion (je +0,5%) durchschnittlich und Swisscom sowie Synthes (je +0,2%) bleiben leicht hinter dem Markt zurück.


Zu den wenigen Verlierern gehören Nobel Biocare (-1,1%), Sonova und Clariant (je -0,4%). Clariant wird am Dienstag ebenfalls die Jahreszahlen vorlegen. Adecco (unverändert) finden sich trotz der Erhöhung des Kursziels und der Bestätigung der Einstufung „Outperform“ durch Exane BNP ebenfalls am Tabellenende wieder.


Geberit stehen derzeit ebenfalls unverändert und somit weit hinten. Morgan Stanley hat das Rating „Underperform“ bestätigt und dabei das Kursziel auf 177 CHF angehoben. Dieses liegt aber noch immer unter dem aktuellen Kurs von 183,30 CHF.


Im breiten Markt geben Mindset (-15,4%) markant nach, nachdem die Führungsspitze auseinandergebrochen ist. Über’s Wochenende wurde bekannt, dass die gesamte Geschäftsleitung des Unternehmens, welches die Produktion eines Elektroautos anstrebt, demissioniert hat und dass auch der Verwaltungsrat Paolo Tumminelli sowie das gesamte Engineering Team zurückgetreten sind. „Unüberbrückbare strategische und operative Meinungsverschiedenheiten“ mit Verwaltungsratspräsident Lorenzo Schmid gaben der CEO und der CFO für ihre Rücktritte als Begründung an.


Dottikon ES verlieren 4,3%. Der Spezialchemie-Hersteller hat eine Gewinnwarnung ausgesprochen und die Einführung von Kurzarbeit angekündigt. Die Bank Vontobel hat in der Folge das Rating auf „Reduce“ von bisher „Hold“ und das Kursziel auf 150 (240) CHF reduziert. Die Bank rechnet für Dottikon mit zwei schwierigen Jahren. (awp/mc/ps/11)

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