CH-Eröffnung: Fester – Freundliche Vorgaben stützen

Die US-Börsen waren am Vortag fest in die Woche gestartet und der Future auf den Dow Jones stand am Morgen 75 Punkte höher als zum Börsenschluss in Europa am Montag.


Die Papiere aus dem Finanzsektor legen unterdessen überdurchschnittlich zu. «Die Aussagen des US-Hypothekenversicherers MBIA zum Geschäftsverlauf in diesem Quartal sowie die Einschätzung von J.P.Morgan-Chef Jamie Dimon, dass die Kreditmarktkrise noch in diesem Jahr den Tiefpunkt durchschreiten könnte, sollten die Branche stützen», sagt ein Marktteilnehmer.


Das Blue Chips Barometer SMI gewinnt bis 09.45 Uhr 85,87 Punkte bzw. 1,15% auf den Stand von 7’569,84 Zählern. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legt 1,09% auf 1’174,63 zu, der breite SPI 1,07% auf 6’357,45 Zähler.


Die Titel der Grossbanken CS (+1,5% auf 57,25 CHF) und UBS (+1,1% auf 32,88 CHF) legen zu, obwohl es neben den positiven Aussagen von JPM erneut Negativnachrichten zu verdauen gibt. Das Oberste US-Gericht hat einem Medienbericht zufolge eine milliardenschweren Klage gegen internationale Unternehmen gestattet, die einst mit dem Apartheid-Regime in Südafrika Geschäfte machten. Unter den Unternehmen seien auch UBS und Credit Suisse. Julius Bär klettern derweil 1,9% auf 82,10 CHF zu.


Die Versicherungswerte schwimmen im Fahrwasser der Banktitel mit. Swiss Re (+1,3% auf 83,55 CHF), Swiss Life (+0,4% auf 311,50 CHF) und Bâloise (+1,2% auf 115,50 CHF) stehen alle im Plus. ZFS steigen 0,9% auf 314,75 CHF. Das Aktienresearch der Lehman Brothers startet die Abdeckung von ZFS mit dem Anlagerating Overweight und dem Kursziel 414 CHF.


Swisscom steigen 1,3% auf 362,25 CHF. Die Analysten von HSBC haben das Kursziel auf 480 (497) CHF gesenkt und das Anlagerating Overweight bestätigt.


An der Indexspitze rangieren ABB (+2,4% auf 33,16 CHF) vor Syngenta (+2,2% auf 318,25 CHF).


Im Blick der Anleger im SMI/SLI stehen zweifellos OC Oerlikon (+0,1% auf 390,50 CHF). Der russische Investor Viktor Vekselberg hatte am Freitag bekannt gegeben, dass seine Beteiligungsgesellschaft Renova ihren Anteil beim Technologiekonzern auf 39,1% erhöht hat. Presseberichten zufolge sieht Vekselberg einen Zusammenschluss von Rieter, Sulzer und OC Oerlikon vor. Rieter gewinnen 1,8% und Sulzer 0,2%.


Givaudan (+0,3% auf 998,50 CHF) hat unterdessen vorbörslich gemeldet, mit Colgate Palmolive einen neuen Vertrag für die Kreation von Riechstoffen unterzeichnet zu haben.


Die Pharmawerte Roche (+1,2% auf 169 CHF) und Novartis (+0,6% auf 53,40 CHF) zeigen sich ohne Auffälligkeiten.


Im Minus tendieren die SMI/SLI-Titel Ciba (-0,9% auf 33,06 CHF) und Holcim (-1,9% bzw 1,90 CHF auf 100,70 CHF), wobei letztere Titel ex Dividende (3,30 CHF) gehandelt werden. Ebenso zahlen Panalpina (-1,5%), Bobst (-2,9%), Pargesa (-0,2%), Genfer KB (ungehandelt) und Sopracenerina (unv.) in der zweiten Reihe Dividende.


In der zweiten Reihe zeigen sich derweil Sonova (+3,6%) weit oben an der Indextabelle. Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz getroffen und auf Ergebnisebene übertroffen. Zehnder, die ihre italienische Tochtergesellschaft Faral verkauft haben, verlieren 0,8%.  (awp/mc/pg)

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