CH-Eröffnung: Kaum verändert – CS nach gutem Ergebnis Tabellenerste

Stärker als von den Vorgaben wird der hiesige Markt heute von Impulsen aus der laufenden Berichtssaison getrieben. So haben gleich sechs Bluechips mit Zahlen aufgewartet – nebst einigen Unternehmen aus der zweiten Reihe. Dabei dürfte vor allem das unerwartet gute Ergebnis der Credit Suisse nach Aussagen von Händlern im Fokus der Anleger stehen.


Das Blue-Chips-Barometer SMI verliert bis um 9.35 Uhr 9,11 Punkte bzw. 0,18% auf dem Stand von 5’054,59 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sinkt 0,87% auf 754,55 Zähler und der breite SPI um 0,1% auf 4’300,59 Stellen.


CS halten sich mit Aufschlägen von 6,3% auf 42,20 CHF an der Spitze des SMI/SLI. Die Grossbank hat im ersten Quartal 2009 wieder schwarze Zahlen geschrieben. So resultierte in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein Konzerngewinn von 2’006 Mio CHF, nach einem Vorjahresverlust von 2’148 Mio CHF. Am Markt wurde von einem beeindruckenden Ergebnis gesprochen. Hervorgehoben wurde dabei insbesondere, dass die Bank weiterhin ihre Risikoexponierung reduziere.


Mit dem Schwung der CS halten UBS (-2,5% auf 14,04 CHF) oder Julius Bär (-1,2% auf 35,58 CHF) nicht mit. Auch die Assekuranzen zeigen sich schwächer, die grössten Abschläge erleiden dabei Swiss Re (-2,1% auf 25,24 CHF).


Avancen nach Zahlen gibt es dagegen auch für Novartis (+3,9% auf 43,22 CHF). Die Ergebnisse des Pharmakonzerns sind im ersten Quartal 2009 vor allem durch Wechselkurseinflüsse negativ beeinflusst worden. Im Hauptgeschäft Pharma sorgte jedoch unter anderem die gute Aufnahme von kürzlich eingeführten Produkten für ein starkes Wachstum. Das Resultat sei insgesamt besser als erwartet ausgefallen, heisst es am Markt.


Roche verlieren dagegen 1,9% auf 134,80 CHF und weiten damit ihre herben Vortagesverluste (-10,4%) aus. Die Papiere waren am Vortag auf dem Angebotstisch gelandet, nachdem bekannt wurde, dass das Medikament Avastin in der Phase-III-Studie den primären Endpunkt verfehlt hatte.


Lonza (+2,0% auf 104,50 CHF) steigen nach einem Business Update. Der Lifesciencekonzern hat die bisherigen Profitabilitätsziele erneut bestätigt. Demnach rechnen das Unternehmen in den Jahren bis 2013 jeweils mit einem jährlichen EBIT-Anstieg von 15 bis 20%. Das EBIT-Wachstum werde indes im laufenden Jahr wie erwartet unter dem Zielband ausfallen.


Auf der Gegenseite positionieren sich Logitech (-10,9% auf 12,15 CHF) mit den grössten Verlusten. Der Hersteller von Peripheriegeräten leidet weiter unter dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Aufgrund eines überraschenden Verlusts im zurückliegenden vierten Quartal blieb das Ergebnis beim EBIT und Reingewinn weit hinter den Konsensschätzungen zurück. In Analystenkreisen werden die Zahlen als schwach bezeichnet.


Auch OC Oerlikon und ABB machte die Wirtschaftskrise zu schaffen. Bei OC Oerlikon sind im ersten Quartal 2009 sowohl Umsatz als auch Bestellungseingang eingebrochen. «Die Zahlen sind eine Enttäuschung auf der ganzen Linie», kommentierte ein Analyst. Die Aktie verliert zum Berichtszeitpunkt 5,8% auf 58,65 CHF.


ABB sinken um 5,0% auf 17,10 CHF. Der Industriekonzern hat im ersten Quartal weniger umgesetzt und einen Gewinneinbruch erlitten. Mit Blick nach vorne gibt sich der Konzern weiterhin verhalten. Analysten bezeichnen die vorliegenden Quartalszahlen als enttäuschend. Eine Ausnahme bilde der über den Schätzungen liegende Auftragseingang.


Auch Schaffner spürt die Wirtschaftkrise und musste einen Taucher bei Umsatz und Auftragseingang hinnehmen. Die Titel des im SPI geführten Unternehmens wurden bisher noch nicht gehandelt. Ebenfalls nach Zahlen steigen ADB um 1,1% während Mikron um 7% fallen.


Cytos sinken um 0,4%; der Biopharmakonzern hat am Vorabend nachbörslich mit dem Ergebnis zum ersten Quartal aufgewartet. Belimo notieren leichter bei -0,6%; das Unternehmen führt in einem Produktionsbereich in Hinwil Kurzarbeit ein. (awp/mc/ps/14)

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