CH-Eröffnung: Pendeln um den Vortagesschlusstand – Pharma im Aufwind

In Asien hingegen schloss der Nikkei nach überraschend positiven Industriedaten aus China deutlich fester.


Am hiesigen Markt präsentiere sich die Lage eher ruhig, heisst es im Handel. Die Nachrichtenlage sei sehr dünn, zudem drängten sich auch aus dem Ausland keine Themen auf. Einzig die Pharmawerte erhielten mit der jüngsten Entwicklung um die Schweinegrippe etwas mehr Aufmerksamkeit. Darum werde wahrscheinlich erst in der kommenden Woche mit dem näherrückenden Verfall wieder mehr Dynamik in den Handel kommen, heisst es weiter.


Bis um 09.30 Uhr notiert das Blue-Chips-Barometer SMI kaum verändert bei +0,24% auf 5’496,83 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) steigt um 0,09% auf 844,63 Zähler und der breit gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 0,18% auf 4’743,73 Punkte.


Novartis (+1,6%) und Roche (+0,6%) profitieren von wieder aufgekeimten Diskussionen um die Schweinegrippe. So hat die Weltgesundheitsorganisation am Donnerstagabend die Schweinegrippe zur Pandemie erklärt und dabei die höchste Gefahrenstufe sechs ausgerufen. Novartis hat die Produktion einer erste Charge des Schweinegrippe-Impstoffs A(H1N1) dank des zellbasierten Herstellungsverfahrens früher als erwartet abgeschlossen, wie der Konzern vorbörslich mitteilte. Im Juli sollen die klinischen Tests aufgenommen werden.


Die ebenfalls in der Zelltherapie-Produktion tätigen Lonza (+2,5%) sind derzeit grösste SMI/SLI-Gewinner. Die Aktie erhält auch Rückenwind von einer Rating- und Kursziel-Erhöhung durch Goldman Sachs. Bei Lonza sei davon auszugehen, dass der Markt die relativ optimistischen Langfristziele zum Gewinnwachstum wieder einpreisen werde.


Gleichzeitig hat Goldman Sachs für weitere Bluechips ihr Kursziel erhöht, darunter für Syngenta (-0,4%), Swatch (-0,9%), Clariant (+0,8%) und Givaudan (+0,4%).


Mit an der Tabellenspitze finden sich auch OC Oerlikon (+1,3%), Geberit (+0,7%) oder Petroplus (+0,5%).


Auf der Gegenseite halten Julius Bär (-1,9%) die rote Laterne. CS verbilligen sich um 0,5% und UBS steigen um 0,5%. Auch die Assekuranzen notieren uneinheitlich, grösste Verlierer sind Baloise (-0,7%). Für Swiss Re (-0,1%) hat das Aktienresearch von ING das Rating und Kursziel erhöht und verweist dabei auf die nicht notwendig gewordene Kapitalerhöhung. Für ZFS (+0,1%) hat das Institut dagegen sein Kursziel gesenkt, empfiehlt den Titel aber weiter mit «Buy» zum Kauf. ZFS sei weiterhin sein Favorit im europäischen Versicherungssektor, schreibt der zuständige Analyst.


Actelion verlieren 0,4%. Das Biotechnologie-Unternehmen hat die Position des Chief Medical Officers geschaffen und besetzt den Posten mit Isaac Kobrin, derzeit Leiter der Klinischen Entwicklung. Die Bank Wegelin spricht herbei von einer «Personalie mit Weitblick».


ABB sinken um 0,7%. Das Aktienresearch von Nomura hat die Abdeckung des Titels mit dem Anlagerating «Reduce» und Kursziel von 17 CHF aufgenommen.


Am breiten Markt interessieren die Immobiliengesellschaften SPS (+0,5%) und Jelmoli (-1,7%), nachdem sich die beiden bezüglich Übernahme am Vorabend geeinigt haben. Am Freitag liess Walter Fust verlauten, dass er nun doch im Verwaltungsrat der Immobiliengesellschaft Jelmoli bleibe.


Looser verlieren 0,5%. Das Unternehmen hat über sein Beteiligung Condecta die Mobi-Toil übernommen, einen Schweizer Anbieter von mobilen Sanitäreinheiten. (awp/mc/pg/14)

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