CH-Eröffnung: Stark unter Druck – Finanzwerte belasten

Die Finanzwerte haben mit diversen negativen Meldungen zu kämpfen. So liess beispielsweise die US-Bank J.P. Morgang über das Wochenende verlauten, das März-Geschäft habe sich nach einem relativ guten Jahresbeginn wieder etwas schwieriger präsentiert. Zudem mussten bei der schottischen Bausparkasse Dunfermline Building Society sowie der spanischen Caja Castilla La Mancha staatliche Stützungsmassnahmen eingeleitet werden. Im Autosektor herrscht vor der Rede des US-Präsidenten Obama grosse Sorge vor weiteren möglichen Insolvenzen.


Das Blue-Chips-Barometer SMI stand um 09.40 Uhr 166,63 Punkte bzw. 2,80% tiefer auf dem Stand von 4’735,70 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor derweil gar 3,35% auf 668,98 Zähler, der breite SPI 2,76% auf 3’987,56 Punkte.


Bei den Bluechips leiden Finanzaktien am meisten. So geben Swiss Re um 7,7% auf 16,74 CHF, UBS um 7,7% auf 10,49 CHF, Swiss Life um 5,5% auf 74,60 CHF oder ZFS um 5,6% auf 173,90 CHF nach. Die Aktien der CS verlieren mit 5,5% auf 31,66 CHF nur unwesentlich weniger an Wert.


Nebst den unerfreulichen Nachrichten aus der Welt der Banken, lasten auf UBS weiterhin Gerüchte bezüglich eines milliardenhohen Verlustes im ersten Quartal 2009. Die Bank werde vielleicht bereits am 1. April dazu Stellung nehmen, hiess es in der Wochenendpresse. Ausserdem hat Morgan Stanley das Kursziel für die UBS auf 12 CHF nach zuvor 15 CHF gesenkt und erhöhte im Gegenzug jenes der Credit Suisse leicht auf 38 (37) CHF.


Ebenfalls grössere Abgaben verzeichnen Aktien wie OC Oerlikon (-7,0% auf 36,46 CHF), Logitech (-5,0% auf 11,71 CHF) oder Holcim (-4,4% auf 40,62 CHF). Zu OC Oerlikon hiess es in der Wochenendpresse, dass Grossaktionär Viktor Vekselberg den angeschlagenen Industriekonzern offenbar doch nicht mit Sulzer (Aktie: -1,9%) zusammenlegen will.


Sehr schwach tendieren auch die Luxusgüteraktien. Swatch verlieren 3,0% auf 129,50 CHF und Richemont 3,9% auf 11,60 CHF. Die Uhrenexporte dürften gemäss Rolex-Chef Bruno Meier im März einen noch schlimmeren Einbruch als im Januar und Februar erfahren.


Steigende Kurse verzeichnen im SMI/SLI lediglich die Titel von Geberit (+0,3% auf 100,80 CHF), dies allerdings ohne Unternehmensnachrichten. Relativ gut halten sich Roche (-0,7% auf 149,50 CHF). Stärker unter Druck stehen dagegen die Schwergewichte Nestlé (-1,9% auf 37,10 CHF) und Novartis (-2,3% auf 41,48 CHF).


Im breiten Markt wurde Jelmoli wie angekündigt in eine Immobilien- (Jelmoli) und eine Investmentgesellschaft (Athris) unterteilt. Die Jelmoli Namenaktien werden derzeit zu 315 CHF gehandelt, nachdem die Titel zwischenzeitlich auf einem Tiefst bei 309,75 CHF standen. Athris Inhaber gehen derzeit mit 796 CHF um (Höchst: 820 CHF; Tiefst: 781 CHF). Die neuen Namenaktien haben mit 155 CHF eröffnet und stehen derzeit bei 161 CHF.


Romande Energie (+0,6%) avancieren nach besser als erwartet ausgefallenen Zahlen leicht. Gurit legen gar um 1,5% zu, nachdem im Jahr 2008 die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen ist und die EBIT-Marge wie versprochen über 4% zu liegen kam.


Dagegen brechen Cicor nach Zahlen um 10,9% ein. Das in den Bereichen Leiterplatten, Microelectronics und Electronic Manufacturing Services tätige Unternehmen ist wegen Goodwill-Abschreibungen in die Verlustzone gerutscht. (awp/mc/ps/14)

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