CH-Mittag: Gewinnmitnahmen – SMI tanzt um 8’800 Punkte

Gestützt wird der SMI einmal mehr vom Marktschwergewicht Nestlé und auch die Marke von 8’800 Punkten habe sich im SMI als gute Unterstützung erwiesen.


Die Nervosität wegen der US-Subprime-Krise sei noch lange nicht abgeebbt, hiess es weiter. In der Folge stehen Finanzwerte unter Abgabedruck, nun richte sich der Blick auf das US-Verbrauchervertrauen, den nächsten potenziell starken Impulsgeber, der am Nachmittag publiziert wird.


Bis um 12.05 Uhr büsst der SMI 0,53% oder 46,56 Punkte auf 8’799,64 Zähler ein. Der SLI steht 0,45% tiefer auf 1’328,46 Stellen und der breitere SPI fällt um 0,48% oder um 34,74 auf 7’167,71 Punkte zurück.


Bei den Blue Chips stehen Finanzwerte analog zu ihren Pendants in den USA unter Abgabedruck: CS sinken 0,8% auf 79,40 CHF und Julius Bär fallen um 1,3% auf 79,30 CHF zurück. UBS (-0,2% auf 63,60 CHF) können sich dem Druck etwas entziehen.


Die Versicherer sehen Abschläge in ZFS (-0,5% auf 344,25 CHF) und Swiss Re (-0,3% auf 100,90 CHF). Die Verluste in Bâloise (-0,1% auf 109,90 CHF) liegen unter dem Markt.


Swiss Life heben sich hingegen mit einer Avance von 2,2% auf 283,75 CHF nicht nur von der Branche, sondern vom ganzen Markt ab. Experten machen charttechnische Gründe dafür verantwortlich. Der Titel habe einen alten Widerstand bei 280 CHF relativ leicht durchbrochen, was den Weg nach oben frei gemacht habe. Der Titel habe zuletzt auch besonders stark unter Druck gestanden.


Während die Pharmaschwergewichte Roche (-0,7% auf 210,70 CHF) und Novartis (-0,9% auf 63,30 CHF) dem SMI keine Stütze bieten, liegen Nestlé (-0,3% auf 518 CHF) einmal mehr darüber. Der Nahrungsmittelkonzern treibe sein Aktienrückkaufprogramm offensichtlich stark voran, hiess es im Handel. Der Valor profitiert zudem von einer Kurszielerhöhung durch Merrill Lynch. Neu wird der Titel mit einem Ziel von 560 CHF zum Kauf empfohlen.


Bei ABB (-0,3% auf 28,55 CHF) harren die Anleger der Investoren-Tagung vom 5. September. Der am Vortag kommunizierte Lummus-Verkauf habe die Spekulationen um ein Rückkauf-Programm geschürt, heisst es.


Bei den Nebenwerten steht der Halbjahresabschluss von OC Oerlikon im Mittelpunkt. Das Industriekonglomerat hat die Markterwartungen beim Umsatz und Bestellungseingang deutlich übertroffen, während Betriebsergebnis in den und Reingewinn unter den Erwartungen ausfielen. OC Oerlikon stiegen in der Folge um 2,7%: Die Anleger honorieren vor allem die guten Zukunftsaussichten, hiess es.


Auch Dätwyler (+7%) profitieren von einem starken Halbjahresabschluss. VP Bank stehen nach Zahlen 2,3% höher – für eher enttäuschende Zahlen abgestraft werden hingegen Charles Vögele (-5,5%). (awp/mc/gh)

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