CH-Schluss: Fester – UBS nach Nationalrats-Ja gesucht

Zudem seien Anleiheauktionen in Spanien und Irland positiv aufgenommen worden, was die Sorgen nach der Abstufung Griechenlands durch Moody’s wieder etwas gedämpft habe.


Insgesamt fehle es dem Markt im Vorfeld der Halbjahresbericht-Saison aber an Unternehmensnachrichten, auch seien die Umsätze dünn, hiess es. Daher würden sich die Anleger derzeit vermehrt an Konjunkturdaten und Rating-News orientieren. Hierzulande waren insbesondere die Finanztitel und einige zyklische Valoren gesucht. Allen voran avancierten UBS nach der prinzipiellen Zustimmung des Nationalrates zum Staatsvertrag mit den USA.


Das Blue-Chips-Barometer SMI gewann bei Börsenschluss 0,19% auf 6’484,73 Punkte, bei einem Tageshöchstkurs von 6’512,27 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 0,37% auf 995,48 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,25% auf 5’692,80 Punkte.


UBS (+2,0%) profitierten am Berichtstag von der Zustimmung des Nationalrates zum Staatsvertrag. Allerdings herrscht in den beiden Kammern noch keine Einigkeit, ob der Vertrag dem fakultativen Referendum unterstellt wird oder nicht. Im Gefolge von UBS legten auch Julius Bär (+2,0%) deutlich zu; CS (-0,4%) und GAM (-1,3%) rutschten dagegen im späten Geschäft ins Minus.


Bei den Assekuranztiteln stiegen Swiss Life (+1,2%) am stärksten und machten damit einen Teil der jüngsten Einbussen im Zusammenhang mit dem Verlust der SMI-Mitgliedschaft wett. Aber auch ZFS (+0,7%) und Swiss Re (+0,4%) schlossen im Plus, Baloise dagegen unverändert.


Die zyklischen Adecco (+2,6%) setzten sich an die Spitze des SMI/SLI. Gesucht waren aus dem Sektor aber auch Clariant (+1,6%), Lonza (+1,5%), Holcim (+1,2%) oder Kühne + Nagel (+1,1%). ABB (+0,9%) wurden Händlern zufolge etwas gestützt von einer Ratingerhöhung auf «Overweight» durch Morgan Stanley.


Uneinheitlich schlossen die defensiven Indexschwergewichte Novartis (-0,3%), Roche (+0,5%) und Nestlé (-0,6%). Der Nahrungsmittelmulti Nestlé hat den US-Wettbewerber Sara Lee wegen der Verletzung von Patentrechten für das Nespresso-Kaffesystems verklagt, um seinen Marktanteil auf dem lukrativen Markt für Kaffeekapseln zu schützen.


Am Tabellenende im SMI/SLI schlossen neben GAM auch Givaudan (-0,8%), etwas gebremst von einer Rating-Senkung auf «Reduce» durch Normura. Nobel Biocare (-0,8%) litten unter Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel in den vorangegangenen Tagen zugelegt hatten. Die Luxusgütertitel Richemont (-0,7%) und Swatch (-0,3%) waren ebenfalls am unteren Tabellenende zu finden.


Im breiten Markt hat sich das künftige SMI-Unternehmen Transocean (+3,1%) wegen Haftungsfragen erneut an das zuständige US-Gericht gewandt. Die Gesellschaft akzeptiert nun, dass im Zusammenhang mit der Ölpest im Golf von Mexiko aktuelle Umweltschutzgesetze zur Anwendung kommen.


Basilea stiegen um 3,1%. Das Pharma-Unternehmen hat mit Almirall einen Vertriebspartner für Toctino in zahlreichen europäische Märkten sowie für Mexiko gefunden. Im Rahmen der Vereinbarung erhält Basilea Vorab- und Meilensteinzahlungen von 27 Mio EUR.


Züblin verloren nach Zahlen 2,3%. Das Ergebnis sei wie erwartet ausgefallen und der Dividendenverzicht überrasche angesichts der angespannten Bilanz nicht, hiess es am Markt.


Die prozentual grössten Gewinner waren COS (+12,4%) vor Burckhardt Compression (+5,7%). Die grössten Einbussen erlitten dagegen Norinvest (-5,2%) und Goldbach Media (-4,4%).&(awp/mc/pg/29)

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